St. Georgen Ende des Öl-Zeitalters als Chance

Bund-Chef Hermann Krafft referiert auf Einladung der SPD

Hermann Krafft, Bund-Regionalsvorsitzender (rechts), hält einen Vortrag über regenerative Energien zum Thema „Was können wir für die Energiewende tun?“. Der Vortrag wurde von der Ortsgruppe der SPD mit den Vorsitzenden Barbara Bahsitta (links) und Oliver Freischlader (Mitte) initiiert.
Hermann Krafft, Bund-Regionalsvorsitzender (rechts), hält einen Vortrag über regenerative Energien zum Thema „Was können wir für die Energiewende tun?“. Der Vortrag wurde von der Ortsgruppe der SPD mit den Vorsitzenden Barbara Bahsitta (links) und Oliver Freischlader (Mitte) initiiert. | Bild: Kiewel

Die fossilen Brennstoffe gehen zu Ende. Dieser Satz geht immer wieder durch die Nachrichten. Viele Bürger fragen sich dann, was sie selbst tun können, um dem Verbrauch der fossilen Brennstoffe wie Kohle und Erdöl entgegenzuwirken. Hermann Krafft, Regionalvorsitzender des Bundes für Umwelt- und Naturschutz (Bund), gab Antwort und referierte im Hotel Adler zum Thema „Was können wir für die Energiewende tun?“ Neben den Mitgliedern der sozialdemokratischen Partei (SPD), die den Vortrag initiierten, fanden sich auch viele Gemeinderäte aus anderen Fraktionen zu der Veranstaltung ein.

„Wir befinden uns im Zustand des so genannten Peak Oil, die Ölvorräte gehen zur Neige“, brachte Krafft die Situation gleich zu Anfang auf den Punkt. „Über Millionen von Jahren hat die Erde die Ölvorräte angehäuft – wir haben sie binnen 200 Jahren ausgeschöpft. Das sollte uns zu denken geben“, appelliert Krafft. Man befinde sich jetzt im Wechsel vom ersten zum zweiten Solarzeitalter: „Die Reichweite von Erdöl beträgt nur noch unter 40 Jahre, wir müssen uns nach Alternativen umschauen.“

Da die Sonneneinstrahlung etwa 100 Mal höher liege als der weltweite Energieverbrauch, sieht Krafft eine gute Alternative in der Sonnenenergie, wie Photovoltaik. „Etwas besseres kann man für die Umwelt kaum tun“, lobt der Vorsitzende. Man sei sein eigener Stromerzeuger mit hoher Effizienz „Man kann hier mit wenig Einsatz sehr viel erreichen.“ Auch in Windkraftanlagen und alternativen Antriebee sieht der Bund-Vorsitzende Potential. „Wir sind in der Wende erst ganz am Anfang“, beschreibt Krafft. Gerade die Kohlendioxid-Emission (CO2) sieht er derzeit als großes Problem. Deutschland liege im Ländervergleich mit neun Tonnen pro Kopf mit an vorderer Stelle. „Würde die Emission von jedem Land im Schnitt zwei Tonnen betragen, könnte man den Klimawandel im Schnitt halten“, prognostiziert Krafft. Die größte Emission kommt neben dem Verkehr auch aus der Landwirtschaft. „Die Kuh als Klimakiller ist Übertreibung, der gewerbliche Betrieb mit Dünger und Futtermittel von überall her jedoch Realität“, sagt Krafft.

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