St. Georgen Einheimische Pianisten strahlen beim Cramer-Wettbewerb um die Wette

Hochkarätige Beiträge von Teilnehmern aus sechs Ländern. Die Preisverleihung am Sonntag folgte auf das Vorspiel vor einer Jury am Samstag.

Aus sechs Nationen hatten sich zahlreiche jugendliche Teilnehmer zum Johann Baptist Cramer-Klavierwettbewerb angemeldet, der zum neunten Mal in der Bergstadt über die Bühne ging. "Die Bewerber kommen aus Litauen, Polen, Taiwan, Ukraine, China und Deutschland", informierte die Initiatorin und Wettbewerbs-Leiterin Gabriele König das Publikum, das zum Galakonzert und zur Preisverleihung in den Kammermusiksaal der Jugendmusikschule (JMS) geströmt war.

"Die Besten unserer JMS haben sogar den Grand-Prix gewonnen", freute sich die Musikpädagogin und blickte stolz auf ihre Nachwuchs-Pianisten. Die jungen Künstler aus sechs Nationen hatten am Samstagnachmittag und am Sonntagvormittag vor einer Jury musiziert, die international besetzt war. Nach dem Vorspiel, bei dem Konzentration und Fingerfertigkeit gefragt war, wartete nun die feierliche Preisverleihung auf die Sieger.

Aber eigentlich gab es überhaupt keine Verlierer, denn die jungen Pianisten zwischen neun und 26 Jahren hatten alle auf hohem Niveau gespielt, wie Gabriele König betonte, die als Vorsitzende der Jury die Pokale samt Ehrenurkunden und Geschenken überreichte. Der Grand Prix 2017 wurde in diesem Jahr gleich drei Mal verliehen. In der Kategorie Klavier Solo gewann der 26-jährige Yi-Yu Chen aus Taiwan die begehrte Trophäe. Das Ensemble aus Litauen, das aus den beiden Schwestern Auguste und Kornelija Pauliute, sowie deren Klavierlehrerin Regina Malinauskiene bestand, konnte sich ebenfalls über den begehrten Pokal freuen.

Das Ensemble aus Litauen spielt einen Walzer zu sechs Händen von Bernhard Wolff. Im Bild von links: die 12-jährige Auguste Pauliute, ihre 15-jährige Schwester Kornelija und deren Klavierlehrerin Regina Malinauskiene. Auf dem Bild vorne ist ein Gemälde von Johann Baptist Cramer zu sehen.
Das Ensemble aus Litauen spielt einen Walzer zu sechs Händen von Bernhard Wolff. Im Bild von links: die 12-jährige Auguste Pauliute, ihre 15-jährige Schwester Kornelija und deren Klavierlehrerin Regina Malinauskiene. Auf dem Bild vorne ist ein Gemälde von Johann Baptist Cramer zu sehen.

Doch am größten war die Freude über den errungenen Grand Prix bei den Pianisten der heimischen Jugendmusikschule. Die Jugendlichen, die alle aus der Umgebung von St. Georgen kommen, strahlten miteinander um die Wette. Ihre Klavierlehrerin überreichte die Pokale an Melanie Amendt und Lena Huss, die beide 16 Jahre alt sind, an die 17-jährigen Jugendlichen Zuzanna Herud und Martin Teichert, sowie an den 18-jährigen Michael Betting. Gabriele König hatte beim Vorspiel ebenfalls mitgewirkt, dies erlebten die rund 100 begeisterten Besucher beim einstündigen Galakonzert, das umrahmt wurde von zwei Musikstücken zu zwölf Händen.

Das preisgekrönte Piano-Ensemble aus St. Georgen spielte sicher und souverän zum Auftakt das schwungvolle Ballata e Bizzaria von Giovanni Battista Pagnoncelli und zum Abschluss das berühmte Pomp und Circumstance von Edward Elgar. Aber auch Werke von Johann Baptist Cramer, nach dem der Wettbewerb benannt ist, kamen zur Geltung. Der neunjährige Kseniia Taranenko aus der Ukraine und die elfjährige Selina Paul aus Deutschland faszinierten das Publikum mit Cramer-Etüden. Zum Abschluss des Galakonzertes wollte der Beifall der Besucher kein Ende mehr nehmen.

Große Begeisterung herrscht im Publikum über die großartigen Leistungen der jungen Pianisten und immer wieder brandet Applaus auf.
Große Begeisterung herrscht im Publikum über die großartigen Leistungen der jungen Pianisten und immer wieder brandet Applaus auf.

Johann Baptist Cramer

Der berühmte Musiker wurde 1771 in Mannheim geboren. Seine Mutter war Sängerin und Pianistin, sein Vater Dirigent und Komponist. Als Vater Wilhelm zum königlichen Kapellmeister in London befördert wurde, zog Mutter Angelique mit ihrem Sohn ebenfalls nach London. Dort begann der Kleine seine musikalische Laufbahn als Pianist und Komponist und trat schon als Zehnjähriger öffentlich auf. Später reiste er nach Paris und Wien, wo er sich mit Haydn und Beethoven anfreundete. 1858 starb Johann Cramer in London. (kim)

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