St. Georgen Die Weltfairänderer servieren Umweltthemen unverkrampft

Das preisgekrönte Projekt gastiert Ende Juni auf dem Schulhof der Robert-Gewig-Schule. Morgens gibt es Workshops in Zelten.

In der letzten Juniwoche wächst auf dem Schulhof der Robert-Gerwig-Schule eine kleine Zeltstadt. Vier Rundzelte mit fast zehn Meter Durchmesser gehören zur Aktion "Weltfairänderer". Sie hat das Ziel mit Workshops in Klassenstärke, Mitmachaktionen, Vorträgen und Diskussionen Jugendliche für Nachhaltigkeit und soziale Gerechtigkeit zu sensibilisieren. Dabei sind die Vormittage für Schüler zwischen der ersten und zehnten Klasse reserviert. Jeweils zweistündige Workshops kreisen um die Themen Ökonomie, Ökologie und Soziales. Diese Hauptthemen werden von ehrenamtlichen Referenten auf breiter Basis durchgespielt. "Wir bringen sechs Teamer mit", erläuterte die Projektreferentin Sandra Uhlich. Fast durchgängig sind es Studierende aus sozialwissenschaftlichen Fachrichtungen, die bereits am Heimatort in der Jugendarbeit tätig waren. Ohne erhobenen Zeigefinger werden Themen aufgegriffen, die zur Lebenswirklichkeit der Zielgruppe passen. "Also Schokolade, Jeans und Plastik statt Energiebilanz beim Hausbau", so Sandra Uhlich.

Unterrichtet wird in zwei Zelten. Das dritte beherbergt die Projektzentrale und das Faircafé, das um 9 Uhr öffnet und für alle Bürger zugänglich ist. "Da geht es lebhaft zu", spricht die Projektreferentin aus Erfahrung. Im vierten Zelt stellen sich laufende Projekte der Stadt wie etwa sie Fairtrade-Gruppe mit einer Ausstellung vor. "Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein können Spaß machen": So soll der Erkenntnisgewinn für die Teilnehmer lauten. So werden etwa Kleider umgenäht oder das Recyclingcenter besichtigt. An einem Abend gibt es einen Film zu sehen. Fix gebucht sind ein ökumenischer Eröffungsgottesdienst am Sonntag, 19 Uhr, und ein Vortrag Fair Fashion / Faire Mode, den Frank Herrmann am Montag, 19 Uhr, hält.

Das komplette Programm, darunter auch ein Kunstwettbewerb für alle Grundschüler der Stadt, soll bis zu den Osterferien stehen, sagte Rektor Jörg Westermann von der Robert-Gerwig-Schule, die neben Stadt und katholischer Kirche Kooperationspartner ist. Auch wenn die Weltfairänderer das didaktische Programm stellen, sind Spenden erwünscht. Die Verköstigung des Teams in der RGS-Mensa und dessen Unterbringung in einem Freizeitheim in der Stadt gehören neben den Beträgen für Material und Vorträge zu den Kosten, die für die Gastgeber anfallen.

Preisgekrönt

"Werde Weltfairänderer" ist ein Bildungsangebot der kirchlichen Jugendarbeit und des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ) in den Erzdiözesen Freiburg und Rottenburg Stuttgart. Kinder und Jugendliche werden sensibiliert, wie sie mit sich, mit anderen und der Umwelt umgehen. Stationen in diesem Jahr sind Mannheim, St. Georgen und Mosbach. Im Januar war das Projekt, das seit 2013 vorwiegend im ländlichen Raum unterwegs ist, mit dem Umweltpreis der Erzdiözse Freiburg ausgezeichnet. (wur)

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