St. Georgen Die Seifen-Königin von St. Georgen

Bei den Bergstadtgeschichten spielt auch diesmal wieder Handwerk eine Rolle: Heidi König stellt Naturseifen her.

Die kleine Werkstatt von Heidi König ähnelt einer Mischung aus einem Labor und einer Backstube. Doch hier werden keine Brötchen im Reagenzglas gezüchtet. Heidi König stellt Naturseife her. Bei den Bergstadtgeschichten erfahren die Besucher, wie aus Fetten, Duftölen, Aromastoffen und Ätznatron duftende Seifen für Haut und Haar entstehen. Der Produzent und Kameramann der von ihm und dem SÜDKURIER entwickelten Bergstadtgeschichten, Rainer Jörger, hat Heidi König bei der Seifenherstellung besucht und gefilmt.

Auf die Idee, Seife herzustellen, kam Heidi König vor einigen Jahren im Urlaub. „In dem Dorf in Österreich, in dem wir Urlaub machten, habe ich einen Laden mit Naturseifen entdeckt und einige als Mitbringsel für die Daheimgebliebenen mitgenommen“, erinnert sie sich. Die Geschenke kamen gut an. Und da die Informatikerin nach 20-jähriger Familienpause ohnehin eine neue Herausforderung suchte, befasste sie sich eingehender mit der Seifenherstellung. An ihre ersten Resultate erinnert sie sich mit Grauen: „Die Seife war ohne Duftzusatz. Sie roch schrecklich und war schmierig.“

Doch Heidi König gab nicht auf und probierte weiter. Und schon bald stellten sich die ersten Erfolge ein.

Heute hat die Seifenproduzentin ein großes Sortiment. Von der cremigen Honigseife mit Bienenwachs und echtem Honig über milde, wohlduftende Lavendel- und andere Kräuterseifen bis zur Kaffeeseife mit Mandelöl mit leichtem Peelingeffekt hat Heidi König für jeden Hauttyp eine passende Seife im Angebot.

Die Herstellung der handgesiedeten Seifen ist aufwändig. „Allein schon die Hygienebestimmungen sind bei der Seifenherstellung strenger als bei der Lebensmittelherstellung“, erklärt sie. Für ihre Seifen verwendet König nur lebensmittelechte Zutaten. Verschiedene Öle, vom Sonnenblumen- über Raps- bis zum Walnussöl.

Weitere Bestandteile reichen zudem von der Ringelblume über Johanniskraut bis zur Zitronenmelisse. Auch die Rezepturen sind zertifiziert. Für jede Seife müssen die flüssigen und festen Bestandteile genau abgemessen werden. Der Herstellungsprozess einer Seife geht über mehrere Wochen. Nachdem die flüssigen Zutaten aus Fetten, Duftölen und Zutaten wie Blütenblättern oder Kräutern mit Natronlauge zusammengeführt wurden, wird die Masse in Formen gegossen. Dann muss sie aushärten. Nach vier bis sechs Wochen kann sie weiterverarbeitet werden. „Seifen herstellen ist einerseits eine künstlerische, vor allem aber auch handwerkliche Arbeit, die Geduld und auch Kraft kostet“, erklärt die Seifensiederin. Heidi König verkauft ihre Seifen vorwiegend auf Wochen- und Naturmärkten. Und in ihrem Ladengeschäft in der Bahnhofstraße 56a, gegenüber der Jugendmusikschule.


Karten zu gewinnen

Für die Show am Samstag, 21. März, um 19 Uhr verlosen wir zwei Mal zwei Eintrittskarten. Rufen Sie mit Donnerstag, 26. Februar, die Gewinnhotline unter der Nummer 01379/370 500 80 an. Nennen Sie Ihren Namen, Ihre Telefonnummer und das Stichwort „Bergstadtgeschichten“. Ein Anruf aus dem Festnetz der Deutschen Telekom kostet 50 Cent, die Gewinner werden von uns benachrichtigt. (ath)

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