St. Georgen "Das ist die Richtige" – Ehe der Beyrers hält schon 60 Jahre

Maria und Wolfgang Beyrer heiraten 1957 und können jetzt diamantene Hochzeit feiern. Schon im ersten Moment wusste der junge Gatte: "Das ist die Richtige."

Maria und Wolfgang Beyrer begehen heute das Fest der diamantenen Hochzeit im Kreis der Familie. Es gibt dazu eine Geschichte, die von überwiegend guten Zeiten berichtet. Am 11. Mai 1957 fand die Hochzeit statt. Nach der Heirat wohnten sie bis 1981 in Tennenbronn und seither in St. Georgen, Am Mark 4.

Als Wolfgang Beyrer 1936 in Heilbronn geboren wurde, konnte er nicht ahnen, dass ihn sein Lebensweg nach St. Georgen führt. "In der Neckarstadt bin ich aufgewachsen und erlernte das Friseurhandwerk." Mehrere Generationen der Familie haben das Handwerk ausgeübt und hochgehalten. Für Wolfgang Beyrer war mit dem Ausbildungsabschluss auch das Ende des Aufenthaltes in der Heimatstadt angesagt.

In einer Fachzeitschrift las er, dass in St. Georgen beim Friseurgeschäft Dreher Personal gesucht wird. Kurzerhand bewarb er sich und kam am Tag nach dem Ablegen der Gesellenprüfung 1954 bereits am Bahnhof in St. Georgen an.

Die Arbeitszeit im Friseurhandwerk und der geringe Verdienst, waren der Grund, dass Wolfgang Beyrer 1959 zur Firma Perpetuum Ebner, kurz PE, wechselte. In der Nachfolgezeit lernte er einige Firmen kennen, wobei die letzten 25 Jahre bis zum Ausscheiden die Firma Grässlin zu seiner Arbeitsstätte wurde.

Ehefrau Maria wurde 1938 in Unterkirnach als Maria Weißer geboren. Dort besuchte sie die Schule. Nach dem Abschluss wurde ihr gesagt, du gehst jetzt arbeiten in der Fabrik. Eine andere Möglichkeit bot sich kaum. Denn damals hatten die Eltern das letzte Wort, erinnert sie sich.

Bis 1954 war die Unterkirnacher Firma Moser ihre Arbeitsstätte, danach wechselte sie nach St. Georgen zur Firma Papst Motoren. "Nach der Hochzeit und als die beiden Töchter geboren waren, habe ich Heimarbeit gemacht." So blieb der Familie noch eine weitere Grundeinnahme erhalten.

Irgendwann hielt sich Wolfgang Beyrer in Unterkirnach im Stadthof auf. Dort war Tanzen angesagt und so traf er auf Maria Weißer. "Da habe ich gleich gewusst, das ist die Richtige", sagt der rüstige Rentner mit einem Lachen im Gesicht. Bis zum Ausscheiden aus dem Arbeitsleben hat Maria Beyrer 20 Jahre bei der Firma Grässlin gearbeitet.

"Meine Frau kocht exzellent. Ich stehe oft dabei und richte Salate", sagt er. Vieles machen sie gemeinsam. Die beiden gingen jahrelang ins Solemar zum Schwimmen, sind gelaufen, gewandert, erlebten mit der Familie Urlaube in Österreich und Südtirol. "Heute suchen wir die Ruhe" und "nach einem Spaziergang spielen wir oft Kniffel", sagen sie. Dazu freut sich das Jubelpaar über den guten Familienzusammenhalt. Mit der Familie, den beiden Enkeln, Freunden und Bekannten wird gefeiert. Am Nachmittag findet der Gottesdienst statt.

Hochzeitsjubiläen

Neben der diamantenen Hochzeit nach 60 Ehejahren sind vor allem die silberne Hochzeit nach 25 Ehejahren und die goldene Hochzeit nach 50 Ehejahren die populärsten Ehejubiläen. Nach oben hin kennen die Jubiläen kaum Grenzen, nach 65 gemeinsamen Jahren folgt die eiserne, nach 70 die Gnadenhochzeit. Theoretisch hat sogar der 100. Hochzeitstag eine Bezeichnung, hier könnte man die Himmelshochzeit feiern. Das ist bisher aber noch nie passiert, die längste Ehe führte ein in England wohnendes indisches Ehepaar: Sie waren angeblich über 90 Jahre verheiratet. Im Alter von 110 und 103 Jahren konnten sie deshalb ihre Marmorhochzeit feiern. (dod)

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