St. Georgen Christian Günters Bundesliga-Trikot soll der Bürgerstiftung Geld bringen

Der Freiburger Fußballprofi hat bis 2012 bei J.G.Weisser Industriemechaniker gelernt. Jetzt wird seine Dienstkleidung bei Ebay versteigert. Das Mindestgebot beträgt 250 Euro. Die Versteigerung startet nächsten Donnerstag.

Mit einer Onlineversteigerung bei Ebay sammelt die Bürgerstiftung Mittel für die Projektförderung. Unter den Hammer kommt ein Trikot von Christian Günter. Der 24 Jahre alte Abwehrspieler spielt seine fünfte Saison beim Bundesligisten SC-Freiburg und hat enge Kontakte zur Firma J.G.Weisser. Dort hat der Tennenbronner 2009 bis 2012 parallel zum Besuch der Fußballschule eine Ausbildung zum Industriemechaniker gemacht. Das mit allen SC-Spielern beschriebene Trikot wird in den nächsten Tagen auf der Versteigerungsplattform zu sehen sein. Das Mindestgebot beträgt 250 Euro. Ferner stellten die Vorstandsmitglieder der Bürgerstiftung Bernd Karsten Rieger, Thomas Wagner und Thorsten Rettich aktuelle Zahlen und Projekte vor.

  • Wer bekommt 2017 etwas? Gefördert werden das Kinderkonzert beim Bergstadtsommer, das Adventstheater im Theater im Deutschen Haus und ein Gartenprojekt mit Bienen, das die Ganztagsschule an der Robert-Gerwig-Schule durchführt. Gefördert werden auch zwei Aktionen im Juni, die sich mit weltweiter Gerechtigkeit und Nachhaltigkeit beschäftigen: das Musical Global Playerz wird am 20. Juni aufgeführt, die Projektwoche „Werde Weltfairänderer findet vom 25.bis 30. Juni auf dem Schulhof der Robert-Gerwig-Schule statt. Die Förderbeträge betragen zwischen 100 und 1000 Euro. Reserviert sind zwei Projekte mit einer Fördersumme von 1200 Euro, ein 1000-Euro-Projekt wird noch angefragt.
  • Wie hoch ist der Kassenstand? Der Kassenstand im Stiftungsstock beträgt aktuell 388 878,24 Euro. Die letzten Zuwendungen waren 20 000 Euro der Naturfreunde, 1000 Euro der Arbeiterwohlfahrt und 500 Euro des Turnverein-Fördervereins. Aktuelle Anfragen und Reservierungen eingeschlossen, hat die Bürgerstiftung bisher 51 100 Euro ausgeben.
  • Wo liegen die Unterschiede beim Zahlungseingang? Die Bürgerstiftung ist eine Institution für Bürger, die ihrer Stadt nachhaltig etwas Gutes tun möchten. Adäquates Instrument ist der Stiftungsstock. Dieser wächst langsam, nur die Zinsen dürfen ausgegeben werden; ein Projekt über Generationen. Spenden können auch direkte Verwendung in der Projektförderung finden. Den Verwendungsweck legt der Spender fest.
  • Gibt es Sonderformen? Bei einer Zustiftung können Stifter quasi eine Ministiftung unter dem Dach der Bürgerstiftung eröffnen. Großer Vorteil dabei: Die Bürgerstiftung gibt die gesetzeskonforme Infrastruktur dazu und betreut die Zustiftung "endlos". Der Mindest-Grundstock beträgt 20 000 Euro. Eine funktionierende Zustiftung ist Lichtblick. Sie ermöglicht auch weiterhin, dass Schüler der Jugendmusikschule in den Altenheimen Musik machen.
  • Was sind bei den Förderungen die Auswahlkriterien? "Wir haben noch nie ein Projekt wegen Geldmangels abgelehnt", sagt Vorstandsvorsitzender Rieger. Projekte müssen zunächst zur Satzung passen. Die Begriffspaare Bildung/Erziehung, Sport/Bewegung, Kunst/Kultur und Landschaftspflege/Umweltschutz bilden diese Bandbreite ab. Nicht gefördert werden Einzelprojekte, Projekte außerhalb der Gemarkungsgrenze und reine Mildtätigkeit. Die Bürgerstiftung ist nur Ko-Unterstützer und leistet jeweils den kleineren Teil. Projekte müssen tätige Personen, eine Projektleitung, einen Umsetzungs- und einen Finanzierungsplan nachweisen. Antragsformulare gibt es unter www.buergerstiftung-st-georgen.de.
  • Wer entscheidet? Der siebenköpfige Stiftungsrat tagt viermal im Jahr und arbeitet die Anträge mittels Kriterienkatalog ab. Wird die notwendige Punktzahl nicht erreicht, können die Antragsteller nachbessern. Drängt die Zeit, können die Ratsmitglieder ihre Voten online abgeben.
  • Wie wird die Bürgerstiftung kontrolliert? Die Bürgerstiftung unterliegt der Kontrolle durch die Stiftungaufsicht beim Regierungspräsidium. Sie arbeitet, von Steuerberater und Homepage-Pflege abgesehen, ohne Verwaltungskosten. Gespendet werden kann alles, beispielsweise auch die Modelleisenbahn. Die Bürgerstiftung kann im Privatnachlass berücksichtigt werden, aber auch in Vereinssatzungen. Vereinzelt haben bereits hiesige Vereine im Falle einer Auflösung die Bürgerstiftung in ihren Satzungen aufgeführt. Gründe liegen in strengeren Prüfkriterien der Finanzämter bei der Gemeinnützigkeit des Endbegünstigten.

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