St. Georgen Besuch aus der kolumbianischen Copacabana

Eine sechsköpfige Schülergruppe aus Kolumbien war am Montag zu Gast in der Bergstadt

Bürgermeister Michael Rieger begrüßte am Montag sechs kolumbianische Schüler zu einem kulturellen Austausch im Rathaus. Die kolumbianischen Gäste stammen aus Copacabana, einer Gemeinde mit 60 000 Einwohnern. Da es in Kolumbien momentan 30 Grad wärmer sei, sahen einige Schüler zum ersten Mal in ihrem Leben Schnee.

Die Schüler besuchten St. Georgen im Rahmen des Projekts "Chat der Welten", welches das Thomas-Strittmatter-Gymnasium seit dem vergangenem Schuljahr mit Kolumbien durchführt. Das Projekt soll kulturelles Wissen vermitteln und das Bewusstsein für globale Herausforderungen stärken. Im Mittelpunkt des Treffens stand daher der Fair-Trade-Gedanken und die entsprechende Rolle der Bergstadt. Rieger erklärte seinen Gästen die lokale Industrie, den Nutzen der Waldwirtschaft und den Tourismus vor Ort. Sprachlos waren die kolumbianischen Schüler, als sie erfuhren, was in Deutschland Wohneigentum kostet.

Als Übersetzer fungierte der Lehrer Wolf Wilms, der seit 15 Jahren in Kolumbien lebt. Er ist von den Vorteilen des Schulprojektes überzeugt. "Beide Seiten profitieren vom Austausch. In Kolumbien wird man darauf aufmerksam, was in Sachen Fairtrade alles möglich ist und in Deutschland sieht man, wo die Grundidee herkommt." Auch Rieger lobte das Engagement der Schüler: "Wir sind von dem Projekt überzeugt und freuen uns über den Kontakt" Auch im Stadtentwicklungskonzept lege man großen Wert auf Nachhaltigkeit und fairen Handel.

Die Schüler verbringen sieben Wochen in Deutschland und sind in Mannheim stationiert. Die Jugendlichen sind in Gastfamilien untergebracht und besuchen den Unterricht der Klassen sechs, sieben und acht: "Gleich nach ihrer Ankunft haben die Schüler an unserem Unterricht teilgenommen", sagte Michaela Conzelmann, Leiterin der Fairtrad-Arbeitsgemeinschaft. Sie hat den Kontakt nach Kolumbien vermittelt. Den südamerikanischen Gästen gefällt das Fair-Trade-Projekt, jedoch sei dies in ihrer Heimat aus Kostengründen leider oft nicht möglich.

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