St. Georgen Anmeldezahlen für weiterführende Schulen: An der Realschule gilt ein Aufnahmestopp

Die Anmeldezahlen für die weiterführenden Schulen in St. Georgen bringen einige Herausforderungen: Die Realschule ist an der "Obergrenze", am Gymnasium herrscht Unklarheit. Die Robert-Gerwig-Schule freut sich dagegen über einen Aufwärtstrend.

Es gehört zu den drängenden Fragen am ersten Schultag an der weiterführenden Schule: Wie groß wird wohl die neue Klasse werden? Schon lange vor dem Beginn des neuen Schuljahres kann man sie mit den Anmeldezahlen der weiterführenden Schulen aber weitgehend beantworten. Und, zumindest bei Robert-Gerwig-Schule und Realschule ist klar: Ziemlich groß werden die Gruppen sein. Beim Gymnasium herrscht dagegen noch Unklarheit.

Die Stand jetzt 63 Anmeldungen am Thomas-Strittmatter-Gymnasium sprengen gerade so den vorgeschriebenen Teiler von 30 Schülern pro Klasse. Ob es deswegen jetzt drei Mini- oder zwei Riesenklassen geben wird, vermag Schulleiter Ralf Heinrich noch nicht zu sagen: "Wir brauchen noch zwei Wochen, bis man das beantworten kann", erklärt er. Durch Nach- oder Ummeldungen kann sich die Zahl, wie bei den anderen Schulen auch, zudem noch einmal verändern.

Bild: Südkurier

Die Unklarheit könnte auch der Situation an der Realschule geschuldet sein: "Wir jonglieren mit dem Gymnasium wegen den Klassenräumen", sagt Hubert Ilka, der kommisarische Schulleiter. Mit 88 Anmeldungen sei seine Schule "an der Obergrenze, wir haben einen klaren Stopp, wer jetzt noch kommt, den können wir nicht mehr aufnehmen." Denn: Eine ab 90 Anmeldungen nötige vierte Klasse erlaubt das zuständige Schulamt Donaueschingen der Realschule nicht. Grund ist die Raumnot im Schulzentrum. "Wir sind in einer räumlichen Entwicklung und der Dialog mit der Stadt funktioniert gut, aber im Moment kann man hier zusätzliche Klassenräume nicht finden", sagt Ilka. Was das bedeutet ist klar: "Es wird knallvoll, zwei 29er- und eine 30er-Klasse", so Ilka.

Der kommisarische Schulleiter freut sich über die Beliebtheit seiner Schule, musste genau deswegen aber auch schon Gespräche führen, "bei denen ich Eltern und Schülern erklärt habe, sich besser wo anders anzumelden" – einfach weil seine Schule voll ist. Dennoch kann sich die Zahl noch erhöhen, sogar über den eigentlichen Teiler, ohne das eine vierte Klasse entstehen würde: "Wenn Schüler neu nach St. Georgen ziehen, müssen wir sie aufnehmen", betont Ilka. Er muss den Spagat schaffen, dass sich die Schule dennoch profiliert und qualitativ weiterentwickelt. Die Klassen immerhin im Fachunterricht aufzuteilen, kommt auch nicht in Frage: "Es gibt keine finanziellen Töpfe des Schulamtes, mit denen man das finanzieren könnte", so Ilka. Immerhin, die Lehrersituation sieht er recht entspannt: "Wir haben es bis jetzt immer hingekriegt, so wird es auch nächstes Jahr."

Jörg Westermann, der Schulleiter der Robert-Gerwig-Schule, muss sich um die Raumbelegung an seiner Werkrealschule weniger Sorgen machen. Wie in den Vorjahren auch, gibt es wieder eine fünfte Klasse. Mit 28 Schülern wird allerdings auch diese recht groß: "Totgesagte leben länger", kommentiert Westermann. Denn die steigenden Anmeldezahlen seien eine gegenläufige Entwicklung zum Trend an vielen anderen Werkrealschulen, "die ums Überleben kämpfen", wie Westermann sagt. Der Schulleiter sieht das als Verdienst des Schulnetzwerks: "Die Eltern merken, dass die Werkrealschule keine Einbahnstraße ist, sondern dass auch ein späterer Wechsel möglich ist.

" Er sieht in der Praxis keinen großen Unterschied dadurch, dass die Klasse größer wird. Auch dass die Klassengröße durch weitere Nachmeldungen noch über den Teiler rutschen könnte, befürchtet er nicht. Die Lehrerbesetzung für das kommende Schuljahr kann er noch nicht abschätzen, die entsprechenden Personalentscheidungen wird das Schulamt treffen.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Zum Valentinstag ❤ Geschenke mit Herz ❤
Neu aus diesem Ressort
St. Georgen
St. Georgen
Tennnebronn
St.. Georgen
St. Georgen
St. Georgen
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren