Umsteigefrei mit der S-Bahn nach Freiburg

Neue Vergabe macht es ab Dezember 2019 möglich. Elektrifizierung Donaueschingen-Neustadt Voraussetzung

Schwarzwald-Baar – Ab Dezember 2019 fahren die Nahverkehrszüge umsteigefrei von Villingen bis nach Freiburg. Möglich macht diese Neuerung laut Mitteilung des Landesverkehrsministeriums die neue Vergabe des Netzes Breisgau-Ost-West an die Deutsche Bahn. Weitere Verbesserungen für die Fahrgäste sind "mehr Sitzplätze, größere Mehrzweckbereiche beispielsweise für Fahrräder und Skiausrüstungen, Klimaanlagen oder WLAN in den Fahrzeugen“, sagte Verkehrsminister Winfried Hermann in Stuttgart. Außerdem gibt es eine zusätzliche Spätverbindung ab Freiburg mit Abfahrt um 22.46 Uhr nach Villingen .

  • Die Vergabe: Die Auswertung der Angebote für das Vergabenetz Breisgau Ost-West ist durch das Land Baden-Württemberg abgeschlossen. Den Zuschlag für den Betrieb soll ab Dezember 2019 für 12,5 Jahre und für rund 2,9 Millionen Zugkilometer pro Jahr DB Regio als günstigster Bieter erhalten. Die unterlegenen Bieter können gegen diese Entscheidung binnen zehn Tagen ein Nachprüfungsverfahren beantragen.
  • Voraussetzungen: Die erfolgreiche Betriebsaufnahme im Dezember 2019 hängt auch von einer rechtzeitigen Fertigstellung der Infrastrukturmaßnahmen im Rahmen des Projektes Breisgau S-Bahn 2020 in der ersten Stufe 2018 ab. Hierzu zählt insbesondere auch die Elektrifizierung der Strecke Neustadt – Donaueschingen. Der Zeitplan für die einzelnen Projekte sieht eine Fertigstellung bis spätestens Juni 2019 vor. Die wesentlichen Baumaßnahmen sind in den Jahren 2017 und 2018 vorgesehen. Die Infrastrukturbetreiber DB Netz AG, DB Station und Service AG und die SWEG arbeiten zielstrebig auf eine rechtzeitige Fertigstellung hin.
  • Finanzierung: An der Finanzierung des Verkehrsangebotes ist nicht nur das Land, sondern auch der Zweckverband Regio-Nahverkehr Freiburg (ZRF) beteiligt. Die für das Verkehrsangebot nötigen Infrastrukturmaßnahmen von mehr als 300 Millionen Euro werden vom Bund, vom ZRF, vom Land und vom Schwarzwald-Baar-Kreis finanziert. „Ich setze darauf, dass die erheblichen Angebotsausweitungen zu deutlich mehr Fahrgästen führen und dadurch der Marktanteil des öffentlichen Verkehrs im Breisgau weiter steigen wird“, so Minister Hermann.
  • Einsparungen: „Mit der Neuvergabe an die Deutsche Bahn konnten wir einen um drei Euro günstigeren Preis pro Zugkilometer erreichen. Statt 11,69 Euro pro Zugkilometer zahlt das Land künftig rund acht Euro pro Zugkilometer. Das trotz neuer Fahrzeuge und trotz des anspruchsvollen Betriebsprogramms auf einer eingleisigen Infrastruktur mit Steilstrecke", erklärte Verkehrsminister Hermann weiter.
  • Neue Elektrotriebwagen: DB Regio wird neue drei- und vierteilige Elektrotriebwagen der Firma Alstom vom Typ Coradia Continental einsetzen. Die Züge verkehren künftig im neuen Landesdesign. Die Züge können mit einer Schienenkopf-Konditionierungsanlage nachgerüstet werden. Diese bietet eine Möglichkeit zur Reduzierung der Lärmemissionen über das gesetzlich vorgeschriebene Maß hinaus. Das Land wird gemeinsam mit der Region prüfen, ob diese zusätzliche Investition sinnvoll und umsetzbar ist.

Vorteile auf einen Blick

Vorteile des neuen Konzepts für die Bahnfahrer in der Region:

Umsteigefreie Verbindung von Villingen nach Freiburg. Werktags halbstunden-takt zwischen Freiburg und Neustadt. Stundentakt zwischen Neustadt und Villingen. Sonntags stündliche Fahrten Freiburg – Neustadt – Villingen und 20-Minuten-Takt zwischen Freiburg und Neustadt. Zusätzliche Spätverbindungen ab Freiburg mit letzten Abfahrten nach Villingen um 22.46 Uhr.

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