Schwarzwald-Baar-Kreis Polizei in der Region hofft auf mehr Beamte

Personalmangel ist auch beim Wechsel an der Spitze des Kriminalkommissariats VS und des Reviers Schwenningen ein Thema.

Schwarzwald-Baar – Führungswechsel bei der Polizei: Polizeirat Alexander Türschmann ist neuer Leiter des Polizeireviers VS-Schwenningen. Er folgt auf Kriminaloberrat Wolfgang Hansel, der die Leitung des Kriminalkommissariats in VS-Villingen übernommen hat, nachdem dessen langjähriger Leiter, Erster Kriminalhauptkommissar Volker Bausch, in den Ruhestand geht. In den Abschieds-, Dankes- und Antrittsreden kam insbesondere der Personalmangel zur Sprache.

In einer Feierstunde im Sitzungssaal des Schwenninger Rathauses fanden die Verabschiedung und die Amtseinführungen statt. Als „hohen Verlust an Fachkompetenz“, bedauerte Polizeipräsident Gerhard Regele das Ausscheiden von Volker Bausch nach fast 45 Jahren.

Der Polizeipräsident setzt große Hoffnung darauf, dass mit der Neueinstellung von 1500 Polizisten in Baden-Württemberg und der Schaffung weiterer Anwärterstellen auch die Personalsituation im Präsidiumsbereich verbessert wird. „Wir haben an 24 Stunden täglich, sieben Tage die Woche zahlreiche Bürgerkontakte vom Verkehrsunfall bis zum Tötungsdelikt. Dafür muss die Personalsituation gewährleistet sein.“

Regele sprach auch die bevorstehende erneute Polizeireform an, wonach ab 1. Januar 2020 der Schwarzwald-Baar-Kreis dem Polizeipräsidium Konstanz zugeschlagen wird.

Wie er sagte, ergeben sich daraus keine Veränderungen bei den operativen Einheiten, den Polizeirevieren Villingen und Schwenningen sowie dem Kriminalkommissariat Villingen.

Zum Personalwechsel sagte Regele, Alexander Türschmann übernehme mit dem Polizeirevier Schwenningen „ein tadellos geführtes, gut bestelltes Haus.“ Der bisherige Leiter des Polizeireviers Balingen sei einsatzfreudig und innovativ. „Wir hoffen, dass wir diese Erfolgsgeschichte mit Ihnen weiterführen können“, gab Regele dem neuen Revierleiter mit auf den Weg.

Die Herausforderung für den neuen Leiter des Kriminalkommissariats, Wolfgang Hansel, werde die Konsolidierung des Kommissariats sein. „In den kommenden zwei Jahren werden sieben Kollegen in den Ruhestand gehen.“ Für Hansel schließt sich ein Kreis, wie er sagte. Seit 1997 ist er bei der Kriminalpolizei, seit 2001 ist er Kriminalkommissar. Auch wenn Hansel von Schwenningen nach Villingen wechselt, wird er seine Aufgabe als Leiter der Alarmhundertschaft weiterhin wahrnehmen.

„Wir stellen der Polizei gerne Platz zur Verfügung, und zwar nicht nur unseren Rathaussaal“, machte Oberbürgermeister Rupert Kubon einen Seitenhieb auf die bislang unbestätigte Möglichkeit, dass das Land die Polizeihochschule möglicherweise auf zwei Standorte verteilen könnte. Der Villingen-Schwenninger Rathauschef appellierte an die Bürger, die Polizei wieder verstärkt als Freund und Helfer wahrzunehmen. Er bedankte sich insbesondere beim scheidenden Leiter des Kriminalkommissariats für die unterdurchschnittliche Kriminalitätsentwicklung im Oberzentrum.

Polizei vor Ort

Das Kriminalkommissariat in VS-Villingen mit 34 Beschäftigten bearbeitet im Jahr rund 300 Fälle der schweren Kriminalität. Die Erfolgsquote liegt bei 85 Prozent. Die 64 Polizisten des Polizeireviers Schwenningen sind, Umlandgemeinden eingerechnet, für die Sicherheit von 56 000 Bürgern verantwortlich. Bei rund 2000 zu bearbeitenden Straftaten pro Jahr liegt die Aufklärungsquote bei 60 Prozent. (spr)

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