Schonach Schwarzwald-Bike-Marathon: Hunderte helfen an der Strecke mit

Wenn am zweiten Septemberwochenende der 21. Schwarzwald-Bike-Marathon durchgeführt wird, betrifft das in erster Linie die Stadt Furtwangen – doch so ganz nebenbei ist praktisch der gesamte Westkreis in den letzten großen Radevent mit einbezogen. Vor allem die gesamte Raumschaft Triberg ist involviert, wenn der Tross der Radfahrer durchrauscht, die die langen Strecken fahren.

Bei der Nachsorgeklinik Katharinenhöhe, wo sich die langen und kurzen Strecken teilen, waren nun zum 21. Mal Skiclub und Rot-Kreuz-Ortsgruppe Schönwald im Einsatz. Der stellvertretende Vorsitzende des Skiclubs, Dieter Dold, war auf der Katharinenhöhe mit etwa 25 Helfern dabei. Cola, Wasser, Iso-Drinks und Apfelschorle wurden ausgeschenkt, in Bechern oder als Fahrrad-Trinkflasche.

Unterhalb des Zeiterfassungsbogens kommentierte gewohnt kundig Hans-Peter Pohl aus Schonach, Olympiasieger und mehrfacher Medaillengewinner der Nordischen Kombination. Die Katharinenhöhe stellt die Halbzeit der großen Strecke dar, hier wechseln auch die Staffel-Teams den Fahrer.

Bananen, Apfelspalten sowie diverse Energiespender gingen immer. Dennoch mussten die Helfer auch die Erfahrung machen, dass so mancher Fahrer an der Verpflegungsstelle einfach durchfuhr oder das dargebotene Getränk schlicht wegschlug. Immer wieder nachgefragt wurden auch Energie-Gel, das die Riegel immer mehr verdrängt. Kaum gewünscht wurde, zumindest an dieser Stelle, die Hilfe des DRK. Die Fahrer hatten, je nach Gruppe, bis zu 60 Kilometer in den Beinen, das liegt für die gut trainierten Fahrer noch im Rahmen.

Die einen lassen sie einfach recht liegen, die anderen nutzen die Verpflegungsstelle zu einer ausgiebigen Rast. Diese Erfahrung machten auch die Mitglieder der Mountainbike-Freunde Schonach, die ihren Standort wiederum hinter der Unterquerung der Landesstraße 109 aufgebaut hatten. Etwa zehn Helfer sorgten dafür, dass es den Fahrern an nichts mangelte.

Auch hier gab es das begehrte Wunder-Gel. Man muss es nicht kauen und hat daher den Mund gleich wieder frei. Und viele tankten hier wieder das beliebte Isogetränk , zumeist wurde einfach die Flasche getauscht. Allerdings war auch hier erste Wahl Wasser ohne Kohlensäure. Laugenstangen oder Nusszopf, lange Jahre beliebte Energiebringer, blieben zumeist liegen.

Das Rote Kreuz war auch in Schonach mit zwei Mann vor Ort, allerdings war das Gros der Rot-Kreuz-Mannschaft verteilt an der Strecke mit weiteren Leuten im Einsatz. Hier war für etliche Kilometer einer der „Rückhol-Punkte“ für Fahrer, die aufgeben wollten.

Auf dem Josenhof warten die Mitglieder der Mountainbike-Gruppe Schonach auf die Fahrer. Bilder: <sup></sup>Hans-Jürgen Kommert
Auf dem Josenhof warten die Mitglieder der Mountainbike-Gruppe Schonach auf die Fahrer. Bilder: Hans-Jürgen Kommert

Nach einer herben und langen Steigung ging es später rasant bergab bis Gremmelsbach, wo der tiefste Punkt der Strecke wartete. Dann ging es auch dort wieder knackig bergauf. 450 Meter Höhendifferenz bis hinauf zum Obertenwald galt es zu zu bewältigen, bevor es etwas ruhiger wurde. Entlang der Strecke sicherten die ersatzgeschwächten Bergradler Gremmelsbach ab, denn der normale Verkehr musste in Schach gehalten werden. Ersatzgeschwächt deshalb, weil einige Bergradler auch im Teilnehmerfeld zu finden waren.

Am Ende der langen Steigung wartete eine weitere Verpflegungsstelle. Obwohl es hier auch komplexe Kohlenhydrate gab, war hier der Nusszopf beliebter, er stellt ebenso wie Energieriegel oder -gel den Zucker sehr schnell zur Verfügung. Dafür halten die komplexen Kohlenhydrate länger, was allerdings der Beliebtheit des Nusszopfs keinen Abbruch tat. „Wir sind mit rund 15 Leuten im Einsatz“, berichtet der Vorsitzende Klaus Faller. Hier sorgte zusätzlich eine Gruppe der Bergwacht für Sicherheit der Radfahrer.

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