Schonach Nach Zerstörung und Graffiti: Neuer Anstrich für Pavillon im Kurpark

Der Gemeinderat stimmt Malerarbeiten am Pavillon im Schonacher Kurpark zu. Aber nicht bei allem gibt es Einigkeit: Zum Thema Windschutz werden jetzt die Musiker befragt.

Im Zuge des Umbaus wurde auch eine kleine Sanierung des bestehenden Pavillons im Schonacher Kurpark eingeplant. Durch Graffiti und Beschädigungen ist dieser in Mitleidenschaft gezogen worden.

So sind die Glasscheiben im Lagerraum größtenteils eingeschlagen worden, an zwei Stellen ist das Dach undicht, die Betonflächen wurden angesprüht. Zwar wurden die Sichtmauern auf der Vorderseite mit großem Aufwand durch Sandstrahlen wieder gereinigt, die Flächen sollten aber auf Empfehlung verschiedener Malerbetriebe mit einer Schutzschicht versehen werden. Die Arbeiten sollen etwa 12 200 Euro kosten, für die Sanierung wurden 20 000 Euro eingeplant.

Die Verwaltung hatte sich nun zusammen mit den Architekten nochmals zur Sanierung Gedanken gemacht. Da die Kosten für die Glasscheiben, die auch als Absturzsicherung dienen sollen, als sehr hoch eingeschätzt wurden, kam man auf die Idee, die Rückseite des Pavillons komplett auszugraben.

Damit wäre der Aufstieg auf den Lagerraum und auch auf das Dach deutlich erschwert, eine Absturzsicherung wäre rechtlich nicht mehr notwendig. Allerdings müsste dann auch die Rückwand entsprechend gereinigt und gestrichen werden.

Verwaltung und Architekten gehen davon aus, dass die Grabarbeiten in ein bis zwei Tagen und mit Kosten zwischen 3000 und 4000 erledigt wären. In den weiteren veranschlagten Malerarbeiten in Höhe von 4200 Euro wäre der Anstrich des kompletten Gebäudes bereits enthalten.

Draht als dritte Variante

Architekt Thomas Spath brachte noch eine dritte Variante ins Spiel. Er schlug vor, auf die Abgrabung zu verzichten und stattdessen die Glasscheiben mit einem Drahtgeflecht zu ersetzen. Das sei wesentlich günstiger und würde auch für Absturzsicherung sorgen.

Silke Burger fragte in der Sitzung nach, warum man denn damals eigentlich Glas gewählt habe, sei das nicht als Windschutz gedacht gewesen? Herbert Fehrenbach bejahte dies, Bürgermeister Jörg Frey hielt dagegen, dass ja im Pavillon nun wirklich nicht mehr viele Konzerte gegeben werden, „und mehr werden das auch nicht mehr“. Dies sollte ja nun wirklich kein Argument gegen die Scheiben sein, hielt Herbert Rombach dagegen.

Volker Lehman schlug vor, doch vorerst mal nur die sichtbaren Teile des Pavillons zu streichen und mit betroffenen Musikern zu reden, ob ein Windschutz überhaupt sein muss. Auch Jörg Frey befand das als eine gute Idee. Der Gemeinderat stimmte dann auch einstimmig zu, vorerst nur die Malerarbeiten zu vergeben.

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