Schonach Im Schonacher Bauerngarten blüht es prächtig

Zwei Anlagen gehören zur Bauerngartenroute. Sigmundenhof undHummelhof sind dabei. Unglaubliche Vielfalt auf zwei Ar

Schonach – Die Bauerngartenroute führt durch die Naturparks im Schwarzwald und verbindet die schönsten Gärten wie etwa beim Hummel- und Sigmundenhof. Obwohl sie rund 1000 Meter hoch liegen, gedeihen dort die Pflanzen bestens. Grund dafür ist die spezielle geografische Lage.

Lange Zeit waren Manuela Hummel und ihre Nachbarin Petra Hettich der Meinung, dass sie mit ihrem kleinen Gärten nicht an der Aktion der Bauerngartenroute teilnehmen können. Zudem waren von Alters her im Schwarzwald die großen Bauerngärten ein wichtiger Bestandteil bäuerlicher Traditionen.

Durch ihren individuellen Charakter, der die jeweiligen Vorlieben der Bäuerinnen und ihrer Familien anzeigt, bereichern sie die vielfältige Kultur der Naturparks im Schwarzwald. Begeisterte Bauerngärtnerinnen kultivieren alte Gemüseraritäten und beherbergen so manch fast vergessene Blumenschönheit in ihren Gärten.

Die Bauerngartenroute führt durch die beiden Naturparks im Schwarzwald und verbindet die schönsten Gärten miteinander. Dabei sind immer zwei bis drei Gärten in einer Route zusammengefasst. Derzeit sind es 16 Bauerngärten, aber die Route soll wachsen. Zwar gehören die Gärten von Manuela Hummel und Petra Hettich vom Sigmundenhof zu den kleinsten auf der Route, doch zeichnen sie sich durch eine enorme Vielfalt aus.

Und gerade der kompakte und trotzdem sehr umfassende Bauerngarten faszinierte die Besucher. Eine unglaubliche Vielfalt ist es, komprimiert auf wenig mehr als zwei Ar, die Hummel auf rund Tausend Metern Höhe betreut.

Nur wenig tiefer liegt der Garten des Sigmundenhofes, allerdings profitiere sie von der offenen Lage in Richtung Kinzigtal: Häufig warme Winde aus dem Tal beschleunigten das Wachstum ihrer Pflanzen, erklärt Hettich den Besuchern. Sie liebt es, auch mal auf alte Sorten zurückzugreifen oder Pflanzen zu ziehen, die im Schwarzwald sonst eher selten zu sehen sind.

So hatte sie im vergangenen Jahr einen Versuch mit dem Urgetreide Emmer gestartet, den sie „nicht gelungen“ nannte, der aber aufgrund von Selbstaussamung weitergeht. „Ich mag es, wenn ich fruchtbare Samen aus meinen Pflanzen ziehen kann, was allerdings heute nicht immer möglich ist, weil fast nur noch Hybriden gehandelt werden“, sagt sie. Auf geringem Raum verbindet sie wie auch ihre Nachbarin eine bunte Blütenvielfalt mit einem klassischen Nutzgarten.

Diese Kombination macht den Bauerngarten aus. Neben alten und bewährten Stauden des Bauerngartens wie etwa Rittersporn oder Pfingstrosen probiert sie bei den Blühpflanzen auch gerne etwas Neues aus.

„Übrigens, diese Blüte kann man essen und sie verfeinert auch wunderbar einen schönen Salat“, bekamen die Besucher beim Anblick der hübschen Blume zu hören. Zur Blütenpracht kommen die vielen Nutzpflanzen und das gut bestückte Kräuterbeet. Hier wächst und gedeiht viel, was die Familie gerne isst.

Damit es besonders lecker schmeckt, trägt auch das gut bestückte Kräuterbeet seinen Teil dazu bei. Blumenpracht, Nutzpflanzen und Kräutergarten bilden eine symbiotische Einheit, alles ergänzt sich. Ein relativ neuer Teil ist der Beerengarten, etwas abseits vom klassischen Bauerngarten. Hier gedeihen zusätzlich Erdbeeren, Himbeeren und Johannisbeeren. Er liefert Saft und Früchte für Köstlichkeiten im Glas.

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