Schonach Farnbauernhof erfrischt die Wanderer

Silke und Nikolaus Dold verwirklichen ihre Ideen: Das Milchhäusle auf ihrem Farnberghof wird jetzt zu einem Selbstbedienungs-Getränkebrunnen. Der Bürgermeister lobt die Eigeninitiative und Gastfreundlichkeit.

Silke und Nikolaus Dold haben das alte Milchhäusle des Farnbauernhofs zur Selbstbedienungsbar umfunktioniert. „Das passt in unsere Region“, lobte Ferienland-Geschäftsführer Julian Schmitz das Angebot. Die Bar liegt unmittelbar am Wanderweg, der am Bauernhof auf dem Farnberg vorbeiführt. „Die vertrauensvolle, gastfreundliche Großzügigkeit ergänzt wunderbar den ländlichen Charme des Ferienlandes“, sagte Schmitz.

Das Ehepaar hat das Milchhäusle zum Getränkebrunnen umgestaltet. „Guck emol nie“, fordert die Inschrift auf der Brunnentür Wanderer und Radfahrer auf. Im fließenden Wasser erwarten verschiedene Getränke die Durstigen. Selbst gemachte Obstsäfte aus Äpfeln, Johannisbeeren oder Zwetschgen stehen im kühlen Wasser, ebenso alle gängigen alkoholfreien Getränke. Außerdem warten Schnapsspezialitäten aus der Markgräfler Heimat von Silke Dold auf ihre Verkoster.

Eine ganze Reihe selbst gemachter Liköre können sich die Passanten ebenfalls testen. Die hat allesamt Silke Dold aus Zwetschgen, Sauerkirschen, Mirabellen, Kräutern oder Tannenschössle (Tannentriebe) gebraut. Selbstverständlich sind im Getränkebrunnen auch Bier und Radler kühl gestellt.

Mit ihrer Preispolitik, je Getränk einen Euro zu verlangen, in der jeweils passenden Abfüllung oder dem entsprechenden Glas, machen sie es den Wanderern einfach. Seit vierzehn Tagen ist der Getränkebrunnen offen und gut bestückt. Und, das freut Silke und Nikolaus Dold besonders, er werde bereits sehr gut angenommen. Und bisher stimmte die Kasse immer.

Die selbst gemachten Fruchtsäfte laufen am besten. Gespannt sind Silke und Nikolaus Dold, wie sich das Angebot im Herbst entwickeln wird, für die Wintermonate sehen sie weniger Bedarf.

Die Idee dazu kam dem Ehepaar bei einem Ausflug in der Ortenau. Dort erlebten sie einen besonderen Weinwanderweg: Neben dem reinen Wandervergnügen bot dieser Stationen, an denen in Selbstbedienung Winzer- und Brennertröpfchen probiert werden konnten. Das kam bei der Schwarzwälder Wandergruppe so gut an, dass sich die beiden die Farnberger Variante dazu überlegten.

Bürgermeister Christian Wörpel gratulierte dem Ehepaar zur gelungenen Umsetzung ihrer Idee und sprach von einer Bereicherung für die Wanderer. Eine Ruhebank wünschte er sich neben dem Getränkebrunnen und stieß dabei auf Zustimmung von Nikolaus Dold.

Der Bürgermeister machte auf dem Farnberg eine „agile Ecke“ aus. Auf allen Betrieben würden Ideen entwickelt, von denen die Bauerhofferiengäste, die Wanderer und die Biker profitierten. Wenn sich überall der Außenbereich so stark entwickle, meinte Wörpel, „dann haben wir gute Karten“.

Für jeden Geschmack und für jedes Alter wäre im Getränkebrunnen etwas Passendes zu finden, analysierte Christian Wörpel. Er begrüße es sehr, dass nun auch von privater Seite interessante, bereichernde Ideen in die Tat umgesetzt würden. Ähnliche Initiativen hätten er und Julian Schmitz bei ihrer Studienfahrt in Österreich gesehen. „Wir waren beeindruckt, wie extrem Privatleute hinter der Tourismusidee stehen“, erzählte Wörpel. „Da stecken sich die Leute gegenseitig an“, hofft er auf einen ähnlichen Effekt in Schönwald.

Nach der offiziellen Eröffnung des Getränkebrunnens gab der Bürgermeister zu, dass er die zweite Attraktion, die es auf dem Farnberghof gibt, schon mit Freunden ausprobiert habe: der selbst gestaltete Naturerlebniswanderweg. An 14 Stationen, die auf dem Hofgelände angebracht sind, können Gäste und Einheimische ihr Wissen über Schönwald, den Farnberg und die Natur im Allgemeinen testen. Eine Station widmet sich dem Schönwälder Dialekt.

Den Erlebniswanderweg gibt es bereits im zweiten Jahr. Silke und Nikolaus Dold hatten ihn für die eigenen Gäste erdacht und bemerkten schnell, dass sich auch die Wanderer dafür interessierten. In diesem Sommer hat Nikolaus Dold die Tafel auf ähnlich gestalteten Baumrollen installiert, damit es ein einheitlicheres Bild abgibt. „Das könnte ein Selbstläufer werden, der sich gut erweitern lässt“, kommentierte Christian Wörpel die Kreativität der Bewohner am Farnberg.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Historische Momente
Neu aus diesem Ressort
Triberg/Schonach/Schönwald
Schonach/Schönwald
Schonach
Schonach
Schonach
Schonach
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren