Schönwald Schönwald: Tausende feiern das große Fest der Freundschaft

Das Fest aller Feste wurde mit der Französischen Nacht in Schönwald gefeiert, ob es nun regnete oder nicht. Tausende Besucher machten dieses Straßenfest wieder zu einem Riesenerfolg. Hier gibt's alle Bilder!

Große Freude bei allen Besuchern und Begeisterung die übersprang – die Französische Nacht, das Straßenfest schlechthin, erlebte bei seiner siebten Auflage zum 50-jährigen Bestehen der Partnerschaft zwischen Schönwald und Bourg Achard einen neuen Höhepunkt.

Die örtlichen Vereine hatten wieder enorme Anstrengungen im Vorfeld geleistet und wurden von Tausenden Besuchern regelrecht gestürmt. Zur Eröffnung, die von den Böllerschützen weithin hörbar angekündigt wurde, schien noch die Sonne – entgegen aller Wetterprognosen. Kaum aber hatten sich bei der Begrüßungs- und Dankesrede von Bürgermeister Christian Wörpel die Honoratioren dieser Partnerschaft aus beiden Ländern zusammengefunden, öffnete Petrus mit einem Gewitter seine Schleusen.

Diese Dusche wirkte aber beinahe wie Öl ins Feuer, denn einen Schirm und passende Kleidung hatten alle vorsorglich dabei. An den Ständen, deren kulinarisches Angebot keine Wünsche offen ließ, suchte man unter Schirmen und Zelten Schutz, um dann beim Nachlassen des Regens so richtig loszulegen. Die Begeisterung war den strahlenden Gesichtern anzusehen. Ein Dorf feiert, ein Dorf lacht – diese Freude steckte alle an, die den Weg zu diesem Straßenfest gefunden hatten.

 

Begeisterung vor und auf der Bühne

Ein buntes Programm auf den beiden Bühnen zog alle in seinen Bann. Ob der Musikverein Schönwald, der Schülerchor oder die Alphornbläser, diesmal wieder verstärkt von den Eifler Alphornisten, es war einfach für jeden etwas dabei. Die ungarischen Freunde aus Leinwar sorgten bei ihren Auftritten für wahre Beifallsstürme – Folklore, deren Funke sofort überspringt.

Ob gesungen oder von den Musikern gespielt, vor allem die mit spür- und sichtbarer Begeisterung von jungen Menschen dargebotenen Künste sind ein Merkmal dafür, was diese Veranstaltung zu etwas Besonderem macht.So standen die Besucher unter den Regenschirmen mit bisher fremde Menschen eng beisammen und lebten damit Gemeinschaft und Partnerschaft, unter deren Motto dieses Fest ja steht. Am von Michael Nock alias „Woody Woodnock“ erbauten Eiffelturm drängelte man sich, um den hoffentlich richtigen Tipp über die genaue Höhe dieses Bauwerkes abzugeben.

Die Auflösung am späten Abend ergab gemessene 14 Meter und 38 Zentimeter. Wer nun richtig lag, wird sich bei der Auswertung der Zettel in den nächsten Tagen zeigen.Das Tempo der Auftritte zog nochmals an. Die Tanzgruppe „Hot Steps“ aus Schonach und die Bands „Knock-Out“ auf der Volksbank-Bühne und die schon aus dem vergangenen Jahr in Bourg Achard bekannte Gruppe „Noir Houblon“ auf der Hock-Bühne, ließen dann niemanden mehr still stehen.

Die Jugend drängte sich derweil im Hexenkessel der Wälderhexen, im Moulin Rouge im Ortlieb-Keller und im La Boom-Zelt des Musikvereins – schließlich war ja Freinacht und so ein Fest muss gefeiert werden.

Städtepartnerschaft

Am 30. April 1964 begründeten die damaligen Bürgermeister André Hery und Emil Rimmele die Partnerschaft zwischen Bourg Achard und Schönwald. Sie sollte für die Jugend eine langfristige Basis bilden, um den Frieden und die Freundschaft zwischen beiden Ländern zu sichern. Im Jahr 1984 ersann dann Bürgermeister Hans-Georg Schmidt die erste Französische Nacht.

Ein gemeinsames Fest in sich und, da nur alle fünf Jahre stattfindend, immer auch Gelegenheit, ein kleines Jubiläum zu feiern. Mittlerweile bei der siebten Auflage angelangt, nimmt diese Veranstaltung einen besonderen Rang, auch im überregionalen Bereich, ein. Noch internationaler wird das Fest durch die Freunde aus Leinwar in Ungarn, die 2004 erstmals teilnahmen. (jri)

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