Schönwald Gemeinderat genehmigt Wassersperre für Feuerwehr

Räte befürworten Einsatzgerät einstimmig. Rohrbacher Kollegen stellen Sperre vor.

Ganz so nass hatten sich Bürgermeister Christian Wörpel und die anwesenden Schönwälder Gemeinderäte den Ortstermin am Dorfbach beim Bachwinkel nicht vorgestellt. Gemeinsam mit Feuerwehr-Abteilungskommandant Andreas Faller verfolgten die anwesenden Räte bei strömendem Regen die Präsentation einer Wassersperre. Die Feuerwehr-Kollegen der Abteilung Rohrbach stellten ihre im Mai dieses Jahres erworbene Wassersperre vor. Sowohl Bürgermeister Wörpel, als auch die Räte waren von der Funktion der Wassersperre überzeugt und beschlossen in der anschließenden Gemeinderatsitzung in der Uhrmacher-Ketterer-Halle die Anschaffung einer solchen Sperre für die Schönwälder Feuerwehr.

Eine solche Wassersperre ermöglicht es, einen Bach binnen weniger Minuten aufzustauen, sodass im Notfall auf eine schnelle und einfache Art ausreichend Löschwasser zur Verfügung steht. Die Sperre aus Kunststoff kann von nur zwei Feuerwehrleuten in einem Bach installiert werden, wie der Rohrbacher Abteilungskommandant Franz Kienzler gemeinsam mit seinen Kollegen beim Ortstermin demonstrierte.

Bürgermeister Christian Wörpel zeigte sich überzeugt: „Wenn man sieht, wie schnell das geht, ist eine solche Wassersperre sicherlich eine sinnvolle Lösung für unsere Feuerwehr.“ Das Rohrbacher Modell ist nach Angaben von Franz Kienzler „die kleinste Variante“ einer solchen Sperre. Die Anschaffungskosten dafür belaufen sich auf 3373 Euro. Allerdings gibt es, wie die Gemeinderäte von den Rohrbachern erfahren haben, eine weitere Variante, mit deren Hilfe nicht nur Wasser aufgestaut, sondern auch mit Öl verschmutztes Wasser gefiltert werden kann. So bekommen die Einsatzkräfte unverschmutztes Löschwasser. Hier hakte Johannes Göppert von den Freien Wählern ein: „Wäre eine solche Lösung dann nicht sinnvoller?“, gab er zu bedenken. „So eine Plane hält doch sicherlich zehn bis 15 Jahre und die Mehrkosten betragen gerade einmal 1200 Euro. Das rentiert sich doch schon, wenn wir nur zwei Ölunfälle in dieser Zeit haben.“

Clemens Herrmann (CDU) pflichtete ihm bei: „Bei Verkehrsunfällen läuft in Schönwald meistens Öl in die vielen kleinen Bäche, da wäre das schon sinnvoll.“ Die beiden Feuerwehrleute konnten ihre Kollegen im Gremium mit ihren Argumenten überzeugen und so beschloss der Gemeinderat die Anschaffung der teureren Lösung. Im Haushalt für das kommende Jahr wird die Gemeinde nun 4593 Euro für die neue Wassersperre der Feuerwehr einstellen.


Die Funktionen

Alles was die Feuerwehr mit Sandsäcken machen kann, kann eine solche Wassersperre auch. Nur schneller, effizienter und mit Personalaufwand. Zudem ist sie umweltschonend. Es lässt sich damit nicht nur Löschwasser stauen, sondern auch eine Garage vor dem Überfluten schützen.

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