Rottweil Rottweil feiert ein rauschendes Fest für den Testturm

Mit Feuerwerk, Ritterlager und einer riesigen Tafel in der historischen Innenstadt stimmen sich die Bürger auf die Eröffnung des Turms ein. Hier gibt's alle Bilder!

 Ein rauschendes Fest war es, mit dem Rottweil die Eröffnung des Testturms feierte. Und dabei stand zwar der Turm im Mittelpunkt, doch nicht räumlich, denn das Fest fand auf dem Straßenkreuz statt, in Rottweils historischer Innenstadt. Mit Blick auf den Turm, versteht sich, den konnte man vom Riesenrad aus genießen oder gar vom "Flying Table". Der wurde an einem Kran bis in 50 Meter Höhe gezogen, und von hier oben konnte man dann der Anblick bei einem Glas Sekt feiern.

Zahlreiche Besucher flanierten über den Street-Food-Markt in der Unteren Hauptstraße mit einer breiten Palette kulinarischer Genüsse, informierten sich in der Hochbrücktorstraße über Rottweils Historie und schauten sich auf dem Friedrichsplatz den Turm mit einer Videobrille an.

Ein Nest mit zwei Rottweiler Welpen, ein paar Esel: Soviel zu Rottweils tierischer Seite. Dazu ein paar fast echte Römer, die ihre Waffen und Rüstungen vorführten und auch sonst allerhand über die Geschichte der alten Stadt erzählen konnten. Ein Ritterlager war zu sehen, und die Bürgerwehr präsentierte sich in ihren farbenfrohen Kostümen nebst Kanonen.

Robert Weippert schlüpfte in die Rolle des Pulverfabrikanten Max von Duttenhofer, dem einst so berühmten Rottweiler, bei dem sogar der König zu Gast war: unterhaltsamer Geschichtsunterricht. Der Friedrichsplatz gehörte der Zukunft, dem Turm und der Hängebrücke, hier konnte man aber auch eine Runde Segway fahren oder den Skater der Rollbrettmission bei ihren teils waghalsigen Übungen zuschauen. Die Obere Hauptstraße verwandelte sich am Samstag in eine riesige Tafel, 246 Meter lang und damit so lang wie der Testturm hoch ist.

Der bot dann am Abend den Höhepunkt des Fests: Ein Feuerwerk wurde von dort oben abgebrannt und illuminierte das Bauwerk in prächtigen Farben, ein Spiel mit Laserstrahlen sorgte für zusätzliche optische Eindrücke. Hier gab es alllerdings einen kleinen Zwischenfall: Feuerwerkskörper setzten nämlich ein Podest am Turm in Brand, doch die Feuerwehr löschte schnell.

Am Sonntag öffneten die Rottweiler Geschäfte dann noch zum verkaufsoffenen Sonntag, auch das lockte wieder zahlreiche Besucher in die Stadt. Den Turm selbst durften allerdings am Eröffnungswochenende nur wenige besichtigen: Deutschlands höchste Aussichtsplattform wird erst am Freitag, 13. Oktober, für die Öffentlichkeit zugänglich sein. Dann kann man Tickets im Internet buchen oder auch direkt am Turm an der Tageskasse erstehen.

Am Festwochenende kamen unter anderem Ministerpräsident Winfried Kretschmann und CDU-Fraktionschef Volker Kauder in den Genuss, Rottweil aus 232 Metern Höhe zu betrachten. Sie gehörten zu den geladenen Gästen der offiziellen Einweihungsfeier.

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Thyssen-Krupp Aufzug-Testturm in Rottweil: Thyssen-Krupp hat in Rottweil den höchsten Turm Baden-Württembergs gebaut. Das Bauwerk ist sogar höher als der Stuttgarter Fernsehturm (216 Meter). In dem Gebäude will ThyssenKrupp Aufzüge für 600 Meter hohe Wolkenkratzer testen. 300 Tage haben die Arbeiter am Thyssen-Krupp-Testturm durchgearbeitet, 7200 Stunden lang. Nun steht er im Rohbau und ragt 244 Meter in die Höhe. Im SÜDKURIER Themenpaket finden sie alle Artikel, Bilder und Videos rund um den Testturm.
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