Niedereschach Niedereschach bekommt immerhin einen neuen Zebrastreifen

Der Bereich von Bäckerei Bantle und Nahkauf soll bald sicherer werden, doch weitere Querungshilfen und ein stationärer Blitzer werden abgelehnt.

Eine erfreuliche Nachricht gab Bürgermeister Martin Ragg zum Schluss der jüngsten Gemeinderatssitzung bekannt: Als Ergebnis der letzten Verkehrsschau sei festzuhalten, dass man jetzt einen großen Schritt zur Sicherheit der Fußgänger im Bereich der Villinger Straße weitergekommen sei. Der Einrichtung eines zusätzlichen Fußgängerüberweges im Bereich der Bäckerei Bantle und des Nahkauf-Marktes stünde nunmehr nichts mehr im Wege.

Ragg zitierte die Protokolle der letzten Verkehrsschau. Wegen des Unfalltods einer Niedereschacher Bürgerin zwischen Nahkauf und Volksbank beim Überqueren der Villinger Straße und auf Basis einer von Soldaten der Patenkompanie vorgenommenen Zählung der Fußgänger werde ein Zebrastreifen für zwingend erforderlich gehalten. In Spitzenzeiten hätten 130 Menschen in der Stunde die Straße überquert. Hinzu kämen die Zahlen, die der Chef des Straßenverkehrsamtes nach entsprechenden Verkehrszählungen zu Protokoll gegeben habe.

Danach liege die durchschnittliche tägliche Verkehrsbelastung im Verlauf der Villinger Straße bei 8126 Fahrzeugen, die Voraussetzungen für die Anlage und Ausstattung eines Fußgängerüberweges seien somit entsprechend den Richtlinien gegeben. „Die Teilnehmer der Verkehrsschau sprechen sich einstimmig dafür aus, einen zusätzlichen Fußgängerüberweg anzuordnen“, so zitierte Ragg. Somit habe man die Anordnung in den Händen, und es bleibe jetzt nur zu hoffen, dass das Straßenbauamt die Umsetzung so schnell wie möglich angeht, was es auch zugesichert habe.

Ein weiterer Fußgängerüberweg, der im Bereich des Neubaus der Firma Touratech über die Dauchinger Straße beantragt worden war, sei als nicht notwendig erachtet worden. Zumal auf der Gegenseite des Touratech-Neubaus kein Gehweg existiere, womit die Anlage eines Fußgängerüberweges obligatorisch ausscheide. Auch ein weiterer vorgeschlagener Überweg im Bereich des alten Touratech-Gebäudes wurde abgelehnt, da die Dauchinger Straße dort mehrere Fahrspuren aufweise und ein Überweg nicht über mehrere Fahrspuren angelegt werden dürfe.

Eine weitere Absage habe die Gemeinde mit dem Antrag zur Errichtung einer stationären Geschwindigkeitsmessanlage in der Villinger Straße erhalten. Dieser Antrag sei von der zuständigen Bußgeldbehörde abgelehnt worden. Zum einen aus rechtlichen Gründen, da der bestehende Tempo-30-Bereich zu kurz sei, sowie auch aus technischen Gründen, weil die Messsäule, die im Bereich des Nahkauf-Marktes aufgestellt werden müsste, durch den Parkverkehr gestört würde. Die Bußgeldbehörde will künftig öfter mit mobilen Messgeräten anrücken.

Zudem habe sich die Verkehrsschau mit dem Antrag der Anwohner des Hardtweges auf Einrichtung einer Tempo-30-Zone befasst. Die Begutachtung durch die Verkehrsschau habe ergeben, dass der Hardtweg als reine Erschließungsstraße eines Neubaugebietes für die Einrichtung einer Tempo-30-Zone sehr gut geeignet wäre. Allerdings sei darauf hingewiesen worden, dass es sich im dortigen Bereich anbiete, weitere Straßen wie die Öschle- oder Alemannenstraße mit in eine Tempo-30-Zone einzubinden, da die Ausweisung einzelner Straßen wenig Sinn mache. Dem stünde jedoch ein Grundsatzbeschluss des Gemeinderates aus dem Jahr 2013 entgegen (siehe Info-Kasten). Dieses Thema werde demnach im Gemeinderat nochmals neu diskutiert werden müssen.

Nein zu Tempo 30

2013 hatte es eine Fragebogenaktion sowie eine Bürgerversammlung gegeben, wobei sich die Mehrheit der Bürger gegen eine flächendeckende Ausweisung von Tempo 30 ausgesprochen hatte. Zumal es sich dabei um eine Ungleichbehandlung der Bürger handle, da entlang der qualifizierten Straßen die Gemeinde keinen Einfluss auf die Durchsetzung von Tempo-30-Zonen habe und die dortigen Anwohner somit klar benachteiligt seien, so die damalige Argumentation. "Also: flächendeckend Tempo 30 in allen Ortsteilen unter Einbeziehung auch der Durchgangsstraßen – oder gar nicht", so der damals gefasste Grundsatzbeschluss des Gemeinderates – mit der Folge, zukünftig die Anträge zur Ausweisung von Tempo-30-Zonen in einzelnen Straßenzügen grundsätzlich zurückzuweisen.

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