Mönchweiler Gemeinde sucht Sanierungswillige

Mönchweiler freut sich auf mehr Geld aus dem Landessanierungsprogramm. Damit sollen unter anderem Arbeiten an Rathaus und Bürgerzentrum finanziert werden.

Die im Landessanierungsprogramm für die Gemeinde Mönchweiler bewilligte Summe soll auf 1,2 Millionen Euro aufgestockt werden. Eine Aufstockung war bereits bei der ersten Bewilligung im Jahr 2014 bei entsprechender Nachfrage nach Zuschussgeld so angedacht. Jetzt wurde das zusätzliche Geld vom Regierungspräsidium konkret in Aussicht gestellt. Ein Bescheid kann aber erst ergehen, wenn eine Bundesregierung gebildet ist und diese dann auch einen Haushalt verabschiedet hat. Bislang ist für Mönchweiler ein Förderrahmen von 833 333 Euro bewilligt. Davon trägt das Land Baden-Württemberg 60 und die Gemeinde Mönchweiler 40 Prozent.

Die Gemeinde Mönchweiler selbst will in diesem Jahr mehrere Einzelmaßnahmen angehen und dafür Zuschüsse aus dem Sanierungsprogramm einsetzen. Bürgermeister Rudolf Fluck stellte diese Maßnahmen jetzt in einem Gespräch bei der Sanierungsbehörde des Regierungspräsidiums Freiburg vor.

Mit 350 000 Euro an förderfähigen Kosten bildet die Baumaßnahme Bürgerzentrum den umfangreichsten Punkt. Weil zunächst noch andere Baumaßnahmen abgeschlossen werden müssen, kann die Ausschreibung für den Umbau des katholischen Pfarrsaal aber erst im Herbst erfolgen. In die Umsetzung des Projekts soll im kommenden Jahr eingestiegen werden.

Mit 120 000 Euro förderfähigen Kosten bildet die Sanierung des Rathauses einen weiteren großen Posten. Hier sind die Sanierung von Büroräumen einschließlich der Innendämmung der Außenwände und die Einrichtung eines Sozialraumes vorgesehen. Darüber hinaus sollen die Fenster getauscht werden, das Kaltdach soll gedämmt und die Fassade saniert werden. Es wird ein Architekt beauftragt, der die Maßnahmen planen und begleiten soll. Welche dieser Maßnahmen im Einzelnen förderfähig sind, muss noch überprüft werden.

Weitere förderfähige Kosten mit insgesamt 75 000 Euro sind für Grunderwerb und Erschließungen geplant. Die Gemeinde hat zur Erweiterung der öffentlichen Parkplatzfläche am Rathaus das Grundstück hinter dem Feuerwehrgerätehaus erworben. Noch liegt dieser Bereich nicht im Sanierungsgebiet. Eine Erweiterung ist aber möglich.

Noch immer nicht richtig angelaufen sind dagegen private Sanierungsmaßnahmen. Auch sie können im Rahmen des Landessanierungsprogramms gut gefördert werden. Für ihre Erneuerungsmaßnahmen erhalten die privaten Eigentümer einen Zuschuss von 25 Prozent, maximal 25 000 Euro. Bei denkmalgeschützten Gebäuden beträgt der Zuschuss 30 Prozent, maximal 30 000 Euro. Die Mindestinvestition muss einen Umfang von 25 000 Euro haben. Zudem ist für die Herstellungskosten eine jährlich erhöhte Steuerabschreibung möglich. Eigenleistungen können bei den Arbeiten berücksichtigt werden.

Sollte eine Sanierung eines Hauses aufgrund zu großer Mängel nicht mehr in Frage kommen, kann sogar der Abriss gefördert werden. In diesem Fall beträgt die Förderquote 50 Prozent, maximal 20 000 Euro. Allerdings werden nur die Kosten des Abrisses, nicht aber die des Neubaus berücksichtigt. Auf jeden Fall darf die Baumaßnahme erst nach Vertragschluss mit der Gemeinde über die Förderung beginnen. Für das laufende Jahr kalkuliert die Gemeinde Mönchweiler mit rund 100 000 Euro förderfähigen Kosten für private Bauvorhaben. In Zusammenarbeit mit der StEG Stadtentwicklungsgesellschaft, die von der Gemeinde mit der Betreuung des Landessanierungsprogramms beauftragt ist, möchte man überlegen, wie private Eigentümer noch besser angesprochen werden können.

 

So geht es:

Die Schritte zum sanierten Gebäude

1.) Hauseigentümer vereinbaren mit der Gemeinde oder der StEG einen ersten Termin zum unverbindlichen Gespräch.

2.) Der Bautechniker der StEG erhebt vor Ort vorhandene Mängel und Missstände. In einem Bericht mit Kostenschätzung erhält der Eigentümer für ihn kostenlos einen ersten Überblick über empfohlene Modernisierungsmaßnahmen.

3.) Nach der Einholung von Kostenvoranschlägen und eventuell der Einschaltung eines Architekten erfolgt die Feinabstimmung mit der Gemeinde und der StEG über die erforderlichen Bauarbeiten, die genaue Förderung und die Gestaltung.

4.) In einer Vereinbarung zwischen Eigentümer und der Gemeinde werden alle wichtigen Punkte vertraglich geregelt.

5.) Jetzt kann mit dem Bauvorhaben begonnen werden. Rechnungen werden bei der StEG zur Auszahlung der Förderraten eingereicht.

6.) Nach Abschluss der Bauarbeiten und Prüfung der Rechnungen erfolgen die Schlussabrechnung und die letzte Auszahlung der Fördermittel.

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