Königsfeld Vorerst keine Entscheidung über Skulpturengarten

Königsfeld hat derzeit kein Geld für das Projekt. Die Idee vom Verein Kunstkultur soll im Herbst 2018 erneut diskutiert werden.

Seit geraumer Zeit steht die Idee für einen Skulpturengarten oder -weg in der Gemeinde im Raum. Bereits 2008 wurde ein solcher in die Planung aufgenommen, dann aber nicht weiterverfolgt, da keine Sponsoren gefunden wurden. Nun hat der Verein Kunstkultur einen neuen Versuch gestartet, wie in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Tourismus, Kultur, Bildung, Jugend und Soziales bekannt wurde. Dass es dieses Mal zu einer schnellen Umsetzung der Idee kommt, ist allerdings mehr als zweifelhaft, auch wenn sie im Ausschuss grundsätzlich wohlwollend aufgenommen wurde.

Der Verein schlage vor, Werke von bekannten Künstlern als Leihgabe auszustellen, erläuterte Bürgermeister Fritz Link. Dadurch müsse die Gemeinde die Kunstobjekte nicht kaufen. Allerdings fallen dann Kosten für den Transport und die Versicherung an. Zudem müssten Fundamente errichtet werden. Es müsse auch ein Landschaftsplaner beauftragt werden, der passende Standorte im Kurpark und den umgebenden Bereichen ermittelt, da man die Kunstwerke nicht an jeder beliebigen Stelle aufstellen könne. "Es sind viele Unwägbarkeiten", fasste der Bürgermeister zusammen.

Zumal der Kunstverein selber nur als Ideengeber und Berater auftreten wolle und die Kostenlast somit bei der Gemeinde liege, sagte Link. Angesichts großer Projekte in 2018, allen voran die kostenintensive Umgestaltung des Zinzendorfplatzes, sehe er keine Möglichkeit, dass sich die Gemeinde auch noch um einen Skulpturengarten kümmern könne. "Das ist ein großes Projekt und bindet Ressourcen, die wir nicht haben."

Konkret schlägt der Kunstverein folgende Aufgabenverteilung vor: Die Gemeinde solle sich um die Bereitstellung der Mittel für Planung, Transport, Aufbau und Versicherung kümmern und die Fundamente herstellen. Der Verein werde Kontakt zu den Künstlern aufnehmen, sich bei der Planung der Standorte beteiligen und die Skulpturen über die eigenen Medien, beispielsweise der Internetseite, bewerben und Führungen organisieren. Künstler, die den Willen für ein Mitwirken bereits signalisiert haben, seien die Bildhauer Werner Pokorny und Jörg Bach sowie der Glaskünstler Tobias Kammerer. Alle drei sind bereits bei anderen Skulpturengärten in Baden-Württemberg beteiligt.

Grundsätzlich signalisierten die Ausschussmitglieder Zustimmung für ein solches kulturelles Projekt. Es sei eine gute Idee, meinte Hans Mack von den Freien Wählern. "Ich würde das nicht ohne Weiteres beerdigen wollen." Frank Schwarzwälder, ebenfalls von den Freien Wählern, warnte aber vor hohen Kosten durch Vandalismus. "So ein Kunstwerk ist ein Unikat", sagte er. Dementsprechend teuer werde die Versicherung ausfallen.

Eine Entscheidung über einen Skulpturengarten fiel am Ende nicht. Stattdessen soll das Thema auf Vorschlag von Bürgermeister Link im Herbst 2018 erneut beraten und dann entschieden werden, ob das Projekt in die Planung für 2019 aufgenommen wird. Es stehe dem Verein aber natürlich frei, das Projekt bis dahin selbst weiterzuverfolgen und weiterzuentwickeln, betonte Fritz Link.

 

Der Skulpturengarten

Skulpturengärten- oder parks sind Grünanlagen, die durch Kunst-Installationen ergänzt sind. Solche Anlagen gibt es in Baden-Württemberg beispielsweise bereits in den Gemeinden Durbach und Seckach, in Heidelberg und Rottweil. (tol)

 

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