Königsfeld Nahverkehr: Erdmannsweiler und Neuhausen bald nur noch mit Umsteigen?

Der Öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) des Schwarzwald-Baar-Kreises wird der demografischen Entwicklung angepasst. Eine neue Planung soll in Zukunft für ein erweitertes und attraktiveres Angebot sorgen. Auch auf die Anbindungen von Königsfeld hat das eine Auswirkung. Das macht nicht alle Gemeinderatsmitglieder glücklich.

Der Kreis strebt eine Ausweitung des Ringzugs bis in den Bereich St. Georgen und Triberg an. Da dies kurzfristig nicht umsetzbar ist, muss für den Bereich St. Georgen-Königsfeld-Mönchweiler zwischen der Variante mit und ohne Ringzug unterschieden werden. Der Busbahnhof Königsfeld soll künftig zu einem Knotenpunkt im 30-Minuten-Takt entwickelt werden. Es sollen Verknüpfungen mit den Buslinien aus Richtung Mariazell-Weiler-Burgberg-Erdmannsweiler (Linie 41) Schwenningen-Obereschach-Neuhausen (36) und Schramberg (7486) hergestellt werden.

Die Fortschreibung des ÖPNV-Plans bringt der Gemeinde Königsfeld eine deutliche Verbesserung. Dennoch zeigten sich einige Gemeinderäte in der Sitzung unzufrieden, weil die bisherigen direkten Busverbindungen von Erdmannsweiler und Neuhausen nach Villingen wegfallen sollen. „In Obereschach oder in Königsfeld umsteigen ist ein Unding“, kritisierte Brigitte Storz und erhielt von Hans Mack und Bernd Möller Unterstützung, die auf den Erhalt drängen. Möller begrüßte die vorgesehene Verlagerung des Pendler- und Schülerverkehrs hin zu einem Einkaufsverkehr. Dadurch könne die Fahrt mit dem eigenen Auto reduziert werden.

Mack sah in den gemarkungs- und grenzüberschreitenden Buslinien die richtige Entscheidung und erkundigte sich bei Bürgermeister Fritz Link nach der Zeitschiene der Umsetzung. Link räumte ein, dass die Situation in Neuhausen ein kleines Manko darstelle. Die Gemeinde habe bis 17. Juli Zeit zur Abgabe einer Stellungnahme und werde dies als Änderungswunsch mit aufnehmen. Aktuell befinde man sich in der Beratungsphase.

Der neue Nahverkehrsplan werde Mehrkosten von 2,25 Millionen Euro verursachen und bis zur Umsetzung werde es zehn bis 15 Jahre dauern. Es müsse abgewartet werden, ob der Ringzug komme. Nach ihm werde das Linienkonzept ausgerichtet. Es sei auch nicht möglich, alle Haltestellen sofort umzubauen, bat der Bürgermeister um Einsicht.

Gemeinderatsmitglied Matthias Weisser sah in der Fortschreibung Nahverkehrsplans insgesamt ein schlüssiges Konzept. Er lobte die Anbindung an das Großklinikum.

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