Königsfeld Lore Will stellt im Kunstraum in Königsfeld aus

60 Werke der Königsfelderin zeigen Landschaften, Pflanzen und Abstraktionen. Die Gemälde sind allesamt mit breitem Pinsel und dynamischem Strich in Acryl auf Hartfaserplatten gemalt

Die einheimische Künstlerin Lore Will stellt unter dem Titel "Malerei und Grafik 1985 – 2017" im Kunstraum des Vereins Kunstkultur Königsfeld aus. Die Vernissage findet am Sonntag, 18. Juni, um 11.30 Uhr statt. Zu sehen sind circa 60 Werke und Bilder von Landschaften, vorwiegend aus dem Schwarzwald, Wanderbäume aus der Familie der Strelitzien, Hecken, Wald sowie Abstraktionen von Sturm und Enthausung. Letztere Idee entstammt schweren Erdbeben in Griechenland, Italien und Saudi Arabien, nach denen Häuser nicht mehr als Wohnungen nutzbar waren.

Die Gemälde sind allesamt mit breitem Pinsel und dynamischem Strich in Acryl auf Hartfaserplatten gemalt. Bei den Grafiken handelt es sich zum Teil um Holzschnitte, bei denen Riemchen an allen vier Seiten geschnitten, neu eingefärbt und wieder zusammengesetzt wurden. Neben zahlreichen Gruppenausstellungen ist dies Wills zehnte Einzelausstellung und die vierte in Königsfeld, aber die erste im Kunstraum des Vereins Kunstkultur in der Gartenstraße.

Damit ihre Bilder auch fürs Auge gut hängen, behilft sich Künsterlin Lore Will mit der Wasserwaage. Sie stellt erstmals im Kunstraum in der Gartenstraße aus. <em>Bild: Lothar Herzog</em>
Damit ihre Bilder auch fürs Auge gut hängen, behilft sich Künsterlin Lore Will mit der Wasserwaage. Sie stellt erstmals im Kunstraum in der Gartenstraße aus. Bild: Lothar Herzog

Wie die Künstlerin im Gespräch mit dem SÜDKURIER verriet, sei der Vorstand des Vereins auf sie zugekommen, ob sie sich im Kunstraum eine Ausstellung vorstellen könnte. Ihre Zusage sei nicht spontan gewesen, man habe sie erst überzeugen müssen. So eine Ausstellung bedeute einen großen Aufwand. Allein mit dem Anliefern der Bilder und dem Aufhängen in den Räumen sei es nicht getan. Nicht selten werde ein Bild mehrmals an einem anderen Ort ausprobiert und platziert, bis es passe. Ein Gemälde dürfe das neben sich nicht erdrücken, schilderte Will.

Vom Verein habe sie große Unterstützung erhalten und sie freue sich auf die Vernissage. Auch für sie sei es interessant, alles zusammen zu sehen und erstmals einen Gesamteindruck zu bekommen. Sie fühle sich geehrt, im Kunstraum ausstellen zu dürfen, sagte die Königsfelderin. "Solche Bilder von Lore Will muss man einfach zeigen", schwärmt Kunstkultur-Vorsitzender Manfred Molicki. Der Verein sei in der glücklichen Lage, bei wöchentlich etwa zwei eingehenden Bewerbungen von meist auswärtigen Künstlern, selbst zu entscheiden, wer den Vorzug bekomme. Wichtig seien ihm einheimische Künstler. Der Verein freue sich deshalb, dass Lore Will zugesagt habe.

So entstehe ein "Win-Win-Situation", hebt der Vorsitzende hervor. Geboren 1945 in Königsfeld erlernte Lore Will in Freiburg den Beruf der Goldschmiedin. Später wanderte sie nach Südafrika aus, um dort als Goldschmiedin zu arbeiten. Fünf Jahre später kehrte sie nach Königsfeld zurück. Als 30-Jährige besuchte sie bei der Volkshochschule einen Akt-Kurs. Seither habe sie die Malerei nicht mehr losgelassen. Sie habe sich auch mal mit der Bildhauerei beschäftigt. Weil dies jedoch mehr Platz erfordere, sei sie bei der Malerei geblieben. Dass sie ihr Hobby nie zum Beruf gemacht habe, sei gut und durchaus vorteilhaft gewesen. "Da bleibt man innerlich frei", versichert sie.

Ausstellungszeiten

"Malerei und Grafik 1985 – 2017" von Lore Will im Kunstraum in der Gartenstraße 1 wird mit der Vernissage am Sonntag, 18. Juni, 11.30 Uhr, eröffnet. Die Einführungsrede hält die Kunsthistorikerin Ingeborg Kottmann. Besichtigt werden kann die Ausstellung bis 30. Juli am Samstag und Sonntag jeweils von 15 bis 17 Uhr sowie auf telefonische Anfrage unter 0 77 25/39 25 oder per E-Mail info@kunstkultur-koenigsfeld.de. (log)

 

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