Königsfeld Kahlrückige Waldameise steht Plänen zum Umzug der Tennisanlage im Weg

Die Pläne für den Neubau einer Seniorenpflegeanlage am Kurpark und dem damit verbundenen Umzug der Tennisanlage an den Bodelschwinghweg haben eine weitere Hürde genommen. Ein geschützter Ameisenbau muss verlegt werden.

Königsfeld – Der Ortsteilausschuss Königsfeld stimmte den Änderungen der entsprechenden Flächennutzungspläne zu. Michael Schröder und Irina Esterlein vom Planungsbüro Wick und Partner stellten zudem die Umweltberichte und geplanten ökologischen Ausgleichsmaßnahmen für die Projekte vor.

Seniorenpflegeanlage

Der von der Mediclin Pflege geplante 12,5 Meter hohe Neubau mit 90 Betten werde vor allem auf der bestehenden Tennisanlage erfolgen, erklärte Michael Schröder. „Der Waldbestand kann zum Großteil erhalten werden.“ Dennoch müsse eine Teil des Waldes gerodet werden, um den vorgeschriebenen Mindestabstand zwischen Waldrand und Gebäudekante von 30 Metern einzuhalten. Ausgleichsmaßnahmen seien bereits mit dem Forst abgesprochen. Sie sollen südwestlich des Freibads erfolgen. Geplant sei das Anlegen von Tümpeln und die Entwicklung eines Feuchtwalds sowie die Renaturierung des Rotwaldbachs.

Beachtet werden müsse eine Ameisenart, die Kahlrückige Waldameise, die sich westlich des Tennisplatzes eingenistet hat. Denn diese Art ist in Deutschland geschützt. „Es wurde ein Ameisenbau im Plangebiet gefunden, der umgesetzt werden muss“, sagte Michael Schröder. Dies werde zwischen April und Juli durch einen Sachverständigen geschehen.

Spielen auf dem derzeitigen Tennisplatz ist bald Geschichte. Stattdessen wird eine neue Anlage auf dem Areal des ehemaligen Reitvereins gebaut. <em>Archivbild: Christiane Potschaske</em>
Spielen auf dem derzeitigen Tennisplatz ist bald Geschichte. Stattdessen wird eine neue Anlage auf dem Areal des ehemaligen Reitvereins gebaut. Archivbild: Christiane Potschaske | Bild: Christiane Potschaske

Neue Tennisanlage

Auch am zukünftigen Standort des Tennisplatzes gibt es Auflagen, wie Irina Esterlein erklärte. So wurden vom Amt für Wasser- und Bodenschutz Bedenken aufgrund des Hühnerbachs geäußert. Dieser soll nun nach Süden verlegt und die Bachränder renaturiert werden. Auf dem Areal darüber werde die Tennisanlage errichtet. Das bestehende Gebäude soll weitergenutzt werden.

Das Areal unterhalb des Bachs bleibt unbebaut. „Der südliche Bereich bleibt kommunal und wird extensiv bewirtschaftet“, sagte Bürgermeister Fritz Link. Vorstellbar sei, hier eine Blumenwiese als Beitrag zur Artenvielfalt entstehen zu lassen. Der Baumbestand bleibe erhalten und abgängige Bäume sollen ersetzt werden.

 

Ihre Meinung ist uns wichtig
Die leckersten Gins vom Bodensee und Schwarzwald
Neu aus diesem Ressort
Königsfeld
Königsfeld
Königsfeld
Königsfeld
Königsfeld
Königsfeld
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren