Villingen-Schwenningen Jahresausstellung des Königsfelder Kunstvereins eröffnet

46 hochkarätige Künstler präsentieren ihre Werke unter dem Motto "Chaos oder Chancen – wo geht's lang?"

Unter dem Motto "Chaos oder Chancen – wo geht's lang?" hatte der Kunstraum Königsfeld zur Jahresausstellung 2017 geladen. Träger der Veranstaltung war der Verein Kunstkultur Königsfeld unter der Leitung von Manfred Molicki. Dieser eröffnete die Ausstellung und begrüßte die Kunstfreunde und anwesenden Künstler. Der Kunstraum Königsfeld war in eine Art Baustelle verwandelt worden, bei der sich die Besucher selbst orientieren sollten. Damit aufgegriffen wurde der Gedanke, dass man überall auf der Welt auf Baustellen treffe, die einem den Blick auf das Wesentliche verbauen.

Zahlreiche Kunstinteressierte waren in den Kunstraum nach Königsfeld gekommen, um die Ausstellung zu bewundern.
Zahlreiche Kunstinteressierte waren in den Kunstraum nach Königsfeld gekommen, um die Ausstellung zu bewundern. | Bild: Jutta Wilde

Neben zahlreichen Kunstinteressierten und Gönnern des Vereins waren insgesamt 46 Künstler der Einladung gefolgt und präsentierten ihre Arbeiten. Mühevoll und detailreich hatte der Verein über die Dauer von einem Jahr die Gestaltung eines Katalogs realisiert. Manfred Molicki zeigte sich erfreut darüber, dass sich viele hochkarätige Künstler an der Eröffnung der Kunstausstellung beteiligten. Auch von international bekannten Plakatkünstlern wie Shepard Fairey und Klaus Staeck sind in der Königsfelder Ausstellung Werke zu sehen.

Professor Dr. Ulrich Eith aus Freiburg war für die besondere wissenschaftliche Begleitung nach Königsfeld gekommen und sprach zu den Besuchern und Künstlern. Der Politikwissenschaftler, der an der Uni Freiburg lehrt, griff in seiner Rede das Motto "Chaos und Chance auf". Er würde es übertragen in "eine Welt mit einer zunehmenden Unübersichtlichkeit, und wahrgenommener Orientierungslosigkeit, die viele Menschen sehen", so Eith.

Manfred Molicki (rechts im Bild) freute sich über die Einführungsrede von Politikwissenschaftler Prof. Dr. Ulrich Eith aus Freiburg.
Manfred Molicki (rechts im Bild) freute sich über die Einführungsrede von Politikwissenschaftler Prof. Dr. Ulrich Eith aus Freiburg. | Bild: Jutta Wilde

Diese Orientierungslosigkeit war auch in der Ausstellung zu spüren. Kontrovers betrachtet wurde nicht nur die aktuelle politische Situation, sondern auch die Tatsache, dass laut der neuen Allensbacher Studie insbesondere 30- bis 65-jährigen Menschen zwar generell eine hohe Zufriedenheit äußern, gleichzeitig aber auch die Ängste mit einem höheren Lebensstandard wachsen.

Der Einladungskatalog diente zur Orientierung und bot einen Überblick über die verschienden Kunstwerke und Preise.
Der Einladungskatalog diente zur Orientierung und bot einen Überblick über die verschienden Kunstwerke und Preise. | Bild: Jutta Wilde

Der Kunstraum war gut besucht und so drängten sich Besucher und Kunstliebhaber um die zahlreichen Werke. Diverse Skulpturen, Keramiken, Malereien, Plakate, Fotografien und Rauminstallationen schmücken seit Sonntag den Kunstraum. Darunter eine "Himmelsleiter", die zu zehn Euro pro Stück erworben werden kann und von deren Verkaufserlös ein Anteil an Ärzte ohne Grenzen geht.

Im Untergeschoss wurden Getränke und ein Imbiss geboten. Der Königsfelder Kunstverein ist nach wie vor auf Spenden angewiesen. Manfred Molicki bat um weitere Unterstützung. Der Eintritt zur Eröffnungsausstellung war kostenlos. "Doch wenn es für sie nicht umsonst war, freuen wir uns", so der Vorsitzende.

Ausstellung

Die hochkarätige Ausstellung des Vereins KunstKultur Königsfeld im Kunstraum in der Gartrenstraße 1 ist bis einschließlich 17. Dezember Samstag und Sonntag geöffnet. Der Verein KunstKultur ist gerne auf persönliche Anfrage bereit, den Kunstraum auch zu anderen Zeiten zu öffnen. (juw)

 

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