Zimmern/Ippingen Einblicke in Windradbaustelle bei Ippingen

Bürger können sich vor Ort über den Bau der fünf Anlagen auf dem Amtenhauser Berg informieren.

Als Investor des Windparks auf dem Amtenhauser Berg legt die Firma Juwi Wert auf Transparenz. Zunächst erfolgte dies in der Planungs- und Genehmigungsphase durch Bürgerinformationsveranstaltungen. Inzwischen finden durch das Unternehmen, einem der größten Projektentwickler für erneuerbare Energien in Deutschland mit weltweit über 1500 Mitarbeitern, Baustellenführungen statt. In den auf zwei Stunden ausgelegten Besichtigungen gibt es durch die Projektmanagerin Julia Wolf und den verantwortlichen Bauleiter Christian Hartisch eine Fülle von detaillierten Informationen zum Bau und Montage der Anlagen, die großes Interesse finden.

Aus Sicherheitsgründen sind die Zufahrten zu der Baustelle außerhalb der angebotenen Besichtigungen gesperrt. Das Gelände ist überwacht und wird durch Wachpersonal rund um die Uhr gesichert. Die Sprache auf der Baustelle ist wegen den Arbeitskräften aus verschiedenen Ländern Englisch.

"Die Realisierung des Windparks macht Fortschritte. Drei Windräder sind bereits aufgebaut, die weiteren zwei sind in der Entstehung", erklärte Wolf. Zum Beginn der Führung wirken die gelagerten Komponenten geradezu gigantisch. Immerhin haben die Windräder eine Gesamthöhe von 200 Meter bei einem Durchmesser der Rotoren von 126 Meter. „In Süddeutschland sind höhere Anlagen erforderlich als im Norden, da die Windgeschwindigkeit mit der Höhe zunimmt“, erklärten die beiden Fachleute beim Rundgang auf der Baustelle. Dies erfordert Transporte mit einer Länge bis zu 70 Meter. Für die Zufahrt war der Bau einer Straße durch das Tal und ein Ausbau der sich anschließenden Forstwege erforderlich.

Die überwiegende Zahl der Komponenten befindet sich bereits vor Ort. Die Bauteile kommen von Herstellern aus allen Himmelsrichtungen und werden nachts transportiert. Aktuell sind noch neun Transporte erforderlich. Diese haben sich durch die derzeitige Sperrung der Autobahnausfahrt Geisingen etwas verzögert.

Die aus Stahl- und Glasfaserkunststoff bestehenden Teile eines Windrades, das fertig montiert, mehr als einen Meter in jede Richtung hin und her schwingen darf, wiegen etwa 800 Tonnen. Zur Aufstellung wird ein 162 Meter hoher Kran, der bis zu 1750 Tonnen heben kann, eingesetzt. Der Antransport des in Einzelteile zerlegten Windrads nimmt 35 bis 40 Lkw-Ladungen in Anspruch. Für das Fundament eines Windrades wurden 600 Kubikmeter Beton verbaut. Jedes der Windräder hat eine Nennleistung von 3,3 Megawatt.

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