Hüfingen Was geschieht mit Magu-Flüchtlingsheimen?

Landkreis will Mietvertrag für die 16 leer stehenden Wohnungen auflösen

Wohin mit den vielen Flüchtlingen? Mit der Flüchtlingswelle im zweiten Halbjahr 2015 in Deutschland haben Bund, Länder, Kreise und Kommunen fieberhaft nach Unterkünften für die Folgeunterbringung nach der Erstaufnahmezeit gesucht. Da kam im November 2015 das Angebot des Magu-Geschäftsführers Stefan Günthner wie gerufen. Er stellte den Antrag bei der Stadt für den Bau von zwei neuen Gebäude mit je acht Wohneinheiten für insgesamt 84 Personen auf seinem Firmengelände im Dreiangel. Das Ganze sollte in Kooperation mit dem Landkreis realisiert werden. Mit der von der Stadt Hüfingen erteilten Baugenehmigung wurde eine Mietvertrag zwischen Magu und Kreis bis Ende 2021 geschlossen.

Die Situation ist heute eine andere. Zwar leben derzeit 44 Flüchtlinge in Hüfingen, verteilt auf den Löwen und Wohnungen auf dem Hohen, am Bahnhof, in Mundelfingen und Behla, doch die nach der Fertigstellung vorübergehend belegten Wohnungen bei Magu stehen seit geraumer Zeit leer. Ob hier jemals wieder Flüchtlinge einziehen werden, hängt von laufenden Verhandlungen ab. Denn der Kreis würde den Vertrag am liebsten vorzeitig auflösen.

"Der Landkreis hat die beiden Gebäude der Firma Magu im Auftrag des Landes bis 31. Dezember 2021 angemietet", sagt Pressesprecherin Heike Frank. "Im Zusammenhang mit einem Rückgang an Flüchtlingszugängen laufen schon seit einiger Zeit Verhandlungen, ob eines oder beide Gebäude vorzeitig abgegeben oder von einem anderen Mieter übernommen werden können." Bis zum Abschluss dieser Verhandlungen werde man diese Gebäude vom Landkreis so gut wie nicht mehr mit Flüchtlingen belegen, um gegebenenfalls eine zügige Übergabe der Gebäude bewerkstelligen zu können, meint Frank. Möglich sei dies, weil in anderen Flüchtlingsunterkünften des Landkreises noch ausreichend Kapazitäten vorhanden seien.

Sollten die Verhandlungen nicht nach dem Wunsch des Landratsamts verlaufen und keine zeitnahe Übernahme von einem oder beiden Gebäuden durch Dritte möglich ist, werde, so Frank, der Landkreis aller Voraussicht nach wieder eine Belegung vornehmen und dafür eine Aufgabe anderer Unterkünfte im Landkreis anstreben. Damit verfolge der Kreis die Vorgaben des Landes, die den Abbau der angemieteten Unterkunftskapazitäten vorsehen.

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