Mundelfingen „Steckle“ im Mittelalter

Mundelfingen – Auch wenn die Mundelfinger Narren mit dem dreitägigen Narrentreffen zum 60-jährigen Bestehen der Stecklespringer die „große Fasnet“ eigentlich schon hinter sich gebracht hatten, sind die Mundelfinger an den eigentlichen Fastnachtstagen keineswegs fasnetmüde gewesen, was sie beim großen „Kehrwieder-Ball“ eindrücklich unter Beweis stellten.Eine Zeitreise in die Vergangenheit wurde in diesem Jahr unternommen. Die Zeitmaschine führte die Narren in der voll besetzten Aubachhalle ins tiefe Mittelalter.

Ritterspiele gab es beim Kehrwiederball in Mundelfingen zu sehen. Der Elferrat hatte sich das Turnier mit Prinz und Prinzessin für den Motto-Abend einfallen lassen.
Ritterspiele gab es beim Kehrwiederball in Mundelfingen zu sehen. Der Elferrat hatte sich das Turnier mit Prinz und Prinzessin für den Motto-Abend einfallen lassen.

Unter dem Fasnet-Motto „Gaukler, Geister, Rittersleut', mached bei is Fasnet heut!“ wurde ein buntes Spectaculum auf die Bühne gezaubert. Ritterspiele und Folterknechte wechselten sich mit Minnesängern und mittelalterlichen Tänzern ab. Aber auch vom Mittelalter losgelöste Beiträge erhielten viel Applaus.

Zum Auftakt gaben die Stecklespringer noch einmal für alle Mundelfinger den „Stecklespringer-Song“, der bei der Fasnet-Bier-Präsentation im Brauerei-Schalander für beste Stimmung gesorgt hatte.

Michael Kindler und Daniel Springindschmitten führten mit Humor und einer den Programmpunkten entsprechenden Verkleidung durchs Programm und machten unter anderem für die MGV-Sänger die Bühne frei, die als Minnesänger das Ortsgeschehen glossierten.

Dem Mittelalter-Motto entsprechend zeigte die Jugendtanzgruppe eine Tanzdarbietung, für die sie viel Beifall erntete.
Dem Mittelalter-Motto entsprechend zeigte die Jugendtanzgruppe eine Tanzdarbietung, für die sie viel Beifall erntete.

Die Stunde schlug für den abgesetzten Ortsvorsteher Michael Jerg. Leander Mäder und Artur Merz holten im Beitrag der Musikkapelle Jerg auf die Bühne, die in eine Folterkammer umgebaut worden war. Hier entlockten sie mit nicht ganz unsanften Methoden das ein oder andere Geständnis aus ihm heraus. So gab er zu, beim Sturz zu Guttenbergs seine Hände im Spiel gehabt zu haben. Dies allerdings erst, als ihm zwei leibhaftige Ziegen die nackten Fußsohlen leckten. Narrenmutter Sarah Butschle, Narrenvater Stefan Bader sowie der Elferrat verwandelten die Bühne dann in einen Turnierplatz mit Ritterspielen, Schwert- und Lanzenkämpfen. Die Jugendtanzgruppe erfreute das Publikum mit einem mittelalterlich geprägten Tanz, den Vera Kindler einstudiert hatte. Und ihre Tanzgruppe „Déjà-vu“ nahm die Zuschauer mit in eine Puppenstube, in der sich die Marionetten von ihren Schnüren befreiten und über die Bühne tanzten. Dank blieb an diesem Abend auch nicht aus: Ulrike Glunk und Bettina Parthie, bislang verantwortlich für die Kinder unter den Stecklespringern, wurden verabschiedet.

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