Hüfingen Neue Route für die Brummis: Bürgermeister empfiehlt neue Strecke

Mit dem Bau der Brücke über die Bundesstraße 31 gibt es in Hüfingen nun die Möglichkeit, den Süden der Stadt zu entlasten. Doch noch lange nicht alle fahren die neue Strecke. Nun handel Bürgermeister Michael Kollmeier.

Hüfingen – Die Brücke über die Bundesstraße 31 sollte den Hüfinger Süden entlasten. Schließlich ist es jetzt nicht mehr nötig, durch die Schaffhauser Straße zu fahren, sondern der Verkehr kann auf die Bundesstraße auffahren – ganz ohne lästiges Linksabbiegen. Allerdings hat sich das noch nicht bei allen Verkehrsteilnehmern – besonders den Lastwagenfahrern – herumgesprochen.

Entsprechend sollen die Verkehrsteilnehmer sensibilisiert werden: Für die Hüfinger Firmen hat Bürgermeister Michael Kollmeier den schriftlichen Weg gewählt: Alle ansässigen Unternehmen in den Bereichen "Im Grubengarten", beidseitig der Hausener Straße, Kopfacker und im Weiher haben einen persönlichen Brief vom Stadtoberhaupt erhalten mit der Bitte um Unterstützung. "Bitte fahren Sie südwärts auf die Hausener Straße, um über B 31 und B 27 Ihre Ziele zu erreichen", so der Wunsch des Bürgermeisters.

"Wir haben jetzt eine tolle Möglichkeit auf die Bundesstraße in alle Richtungen aufzufahren", sagt Kollmeier. Von allen werde der "komfortable Einstieg" auf die B 31 aber noch nicht genutzt. Aber das sei auch verständlich: "Man hat ja auch seine eingefahrenen Wege." Hat man sich erst einmal an eine Route gewöhnt, fährt man diese automatisch.

Doch bei den Firmen, die Kollmeier angeschrieben hat, handelt es sich voraussichtlich nur um einen kleinen Bruchteil der Verkehrsteilnehmer, die nun eigentlich anders fahren könnten: Deshalb sollen auch die Hersteller von Navigationsgeräten mit ins Boot geholt werden. "Bei vielen Navigationsgeräten ist der neue Weg sicher noch nicht einprogrammiert", erklärt Kollmeier. Das soll sich aber ändern.

Damit könnte auch ein altes Problem geklärt werden: die Anfahrt zum Lidl-Zentrallager. Denn bei einigen Navigationsgeräten führt der Weg eben durch Hüfingen. Eine Erfahrung, die Kollmeier selbst schon in einer Runde mit der Führungsebene des Zentrallagers gemacht hat. "Bei den Geschäftswagen war der Weg zum Zentrallager perfekt abgebildet, bei der anderen Hälfte führte die Strecke über die Schaffhauser Straße."

Dieses Problem war auch schon im Wahlkampf aufgetaucht. Damals hatte der Kandidat Markus Baier erklärt, dass es eine zentrale Anlaufstelle gebe, wo die Navigationsgeräte-Hersteller ihre Daten abrufen würden. Diese könnte man ja kontaktieren. Kollmeier hat sich diesen Weg wohl gut gemerkt und will ihn nun selbst gehen.

Lange wird der Verkehr aber sowieso nicht mehr über die Schaffhauser Straße fließen: Denn nach langen Vorplanungen ist es bald soweit. Die Arbeiten für die Sanierungen sollen ausgeschrieben werden. "Wir wollen noch in diesem Jahr mit dem ersten Bauabschnitt beginnen", sagt Kollmeier. Allerdings werden die Arbeiten auch noch im kommenden Jahr fortgesetzt. "Das Vorgehen wurde uns auch so vom Regierungspräsidium Freiburg empfohlen", sagt Kollmeier.

Hintergrund sind die vollen Auftragsbücher in der Baubranche, die so mancher Kommune das Leben schwer machen. Mit einer Ausschreibung, dass die Arbeiten auch noch 2018 fortgesetzt werden können, würden die Chancen steigen, dass das Interesse der Firmen an der Hüfinger Baustelle steigt. Sorgen macht sich Kollmeier allerdings keine: "Die Schaffhauser Straße ist eine große und vor allem interessante Baustelle, wo es viel zu machen gibt. Es ist kein lästiger Kleinkram."

Schaffhauser Straße

Die Sanierung der Schaffhauser Straße wird in drei Bauabschnitte aufgeteilt. Als Erstes soll das Stück zwischen Alemannenstraße und Hausener Straße in Angriff genommen werden. Der zweite Abschnitt ist dann für 2018 terminiert und beinhaltet das Stück von der Hausener Straße bis zur Dögginger Straße. Der dritte und letzte Abschnitt – von der Dögginger Straße bis zur Bräunlinger Straße – kann erst in Angriff genommen werden, wenn die Elektrifizierung der Höllentalbahn abgeschlossen ist. "Der Schienenersatzverkehr führt genau über die Strecke", erklärt Kollmeier. Und solang das der Fall ist, könnte der dritte Abschnitt nicht realisiert werden. (jak)

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