Mundelfingen Großes Fasnet-Treiben im kleinen Dorf

Baar feiert drei Tage den Kehrwieder-Geburtstag3500 Hästräger tollen munter im Schnee

Mundelfingen/Baar – Die heiße Phase der närrischen Zeit ist zwar erst Anfang März, doch die Baar hat den Höhepunkt der Straßenfasnet beim gestrigen großen Umzug in Mundelfingen bereits erlebt. Die Verantwortlichen des Narrenvereins Kehrwieder haben sich zum 60. Geburtstag mächtig ins Zeug gelegt: Nachtumzug, tolles Narrendorf, ein kurzweiliger Programmabend in der Aubachhalle und ein Umzug mit rund 3500 Hästrägern durch das kleine Baar-Dörfchen ließen den runden Geburtstag zu einem vollen Erfolg werden.

Am Samstag kehrte in Mundelfingen nach einer langen Partynacht am Freitag zunächst wieder etwas ländliche Stille ein. Doch nicht lange. Am frühen Mittag war bei Sonnenschein Ortstreffen am Rathaus. Es galt, den stattlichen, 25 Meter hohen Narrenbaum zu stellen. Alles unter den Augen der Landtagsabgeordneten Guido Wolf (CDU) und Fritz W. Buschle (SPD) und zahlreichen Besuchern, die nach einer Stunde Grund hatten zu applaudieren, denn dann war der Baum in der Senkrechten.

Am Abend zog es die Feierfreudigen in die schon Partyerprobten Besenwirtschaften und zum Programmabend in die Aubachhalle. Über 350 närrische Besucher sorgten dafür, dass die Halle geschlossen werden musste. Ein kurzweiliger Programmabend wurde geboten – mit vielen närrischen Einlagen von Tanzgruppen und Zünften bis hin zum großen Finale, das der Elferrat vom Narrenverein Kehrwieder einstudiert hatte. Plötzlich herrschte Afrika auf der Bühne, Strohhütten und Dschungelatmosphäre prägten das aufwändige Bühnenbild. Der Elferrat spielte einen Eingeborenenstamm mit Gebhard Welte als Häuptling, natürlich standesgemäß mit Handy und Pizzaservice.

Groß war der Applaus, als sich Tarzan (Armin Springindschmitten) am Drahtseil durch die ganze Halle schwang und auf der Bühne landete. Nach diesem grandiosen Finale war aber noch nicht Schluss, stand den Mundelfingern noch die zweite lange Nacht bevor. Inzwischen platzten alle Besenwirtschaften aus den Nähten und es wurde wieder kräftig gefeiert.

So facettenreich wie das dreitägige Spektakel, war auch das Wetter. Die letzten Partygänger waren auf dem Nachhauseweg am Sonntagmorgen, da fing es an zu schneien. Aber der Umzugsbesucher weiß: Das Narrenhäs ist ein Winterhäs. So machten am Sonntag dann hunderte von Besuchern den mit 3500 Hästrägern bestückten Lindwurm ihre Aufwartung. Zwar sagte Gebhard Welte beim Narrenbaumstellen aufgrund der schlechten Wetterprognosen vorher, dass das schlechte Wetter in Mundelfingen immer erst einen Tag später eintritt, doch auch er kann sich mal irren. Nichtsdestotrotz tat das Comeback des Winters der Stimmung beim Umzug seitens der Besucher und der Teilnehmer keinerlei Abbruch. Dicht gedrängt standen die Umzugsbesucher am Straßenrand, moderiert wurde er von Hans Kindler, seines Zeichen auch Darsteller im Am-Vieh-Theater. Und so wurde der Umzug auch zu einem Comedy-Genuss.








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