Hüfingen Altmann und Popovic im Hüfinger Stadtmuseum

Zwei Bildende Künstler der Gegenwart stellen aus. Malerei und Projektion wird zur Installation. Ausstellung wird am 13. Oktober eröffnet.

Ob ein Freitag, der 13., nun ein besonders schlechter oder ein besonders guter Tag ist, daran scheiden sich die Geister bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts. Das Stadtmuseum für Kunst und Geschichte Hüfingen zeigt sich jedoch gänzlich unbeeindruckt von diesem Aberglauben und eröffnet seine nächste Ausstellung am Freitag, 13. Oktober, um 19 Uhr.

Zwei Bildende Künstler der Gegenwart, die einander zunächst nicht kannten und deren Konzepte nun im Hüfinger Stadtmuseum eine Liaison auf Zeit eingehen, stehen im Fokus der Schau.

Auszüge aus drei Werkgruppen, die sich mit dem Thema der Bettstatt – verknüpft mit dem Beginn und Ende des menschlichen Daseins – auseinandersetzen, zeigt die in Staufen im Breisgau lebende Künstlerin Chris Popovic unter dem mehrdeutigen Titel „Bezug“, der neben den Beziehungen und Verhältnismäßigkeiten zueinander sowie zur jeweiligen Raumsituation auch die unterschiedlichen Erscheinungsformen und Potenziale alter Matratzenbezüge in den Blickpunkt rückt. Ihren in altmeisterlicher Technik mit Ölfarbe auf Leinwand gemalten Bildern, die Matratzen – teils gestapelt, teils fragmentarisch – zeigen, stellt Chris Popovic matratzenstoffbezogene Objekte ebenso zur Seite wie eine Installation aus vorgefundenen, realen Matratzen. Geben die malerischen Darstellungen den Gegenstand als Illusion wieder, thematisieren die Objekte die Untersuchung konkreter Form und Haptik, während die Installation unmittelbar in den Realraum eingreift, ihn kennzeichnet und verändert.

Chris Popovic hängt das Werk "Cubicularium 069" aus diesem Jahr auf. Bild: Museum
Chris Popovic hängt das Werk "Cubicularium 069" aus diesem Jahr auf. Bild: Museum | Bild: Stadtmuseum Hüfingen

Chris Popovic, geboren 1949 in Buchen-Hainstadt im Odenwald, studierte Kunst und Mathematik in Stuttgart und Ludwigsburg. 2012 war sie mit fotografischen Arbeiten in der Gruppenausstellung „Sichtbar im Fenster die Zeit“ im Stadtmuseum Hüfingen vertreten.

Der 1981 in Villingen-Schwenningen geborene Künstler Frank Altmann, 2009 Preisträger und aktuell Jurymitglied des Kulturpreises Schwarzwald-Baar, arbeitet seit 2005 an einer Werkreihe, die ihre Basis in der Kunstgeschichte findet, die sich vor der heute gemeinhin als Moderne bezeichneten Epoche ereignet hat. Auf der Suche nach charakteristischer Formensprache, Komposition und Stilmittel der klassischen Moderne, der konkreten Kunst oder des abstrakten Expressionismus, spürt Altmann Entsprechungen und Verknüpfungen in Details beispielsweise von Gemälden und Zeichnungen der Renaissance, japanischen Holzschnitten oder karolingischer Buchmalerei auf und setzt das Recherchierte malerisch um.

"Ebenen" heißt dieses Werk von Frank Altmann aus 2010. Bild: Frank Altmann)
"Ebenen" heißt dieses Werk von Frank Altmann aus 2010. Bild: Frank Altmann) | Bild: Frank Altmann

Auch in Alltäglichem, wie Plastiktüten und Verpackungen findet Frank Altmann moderne und postmoderne Malerei, die er in Form von Diaprojektionen thematisiert. In seinem Ausstellungsbeitrag im Stadtmuseum Hüfingen – „Prequel“ betitelt – kombiniert er erstmals Malereien und Projektionen zu einer raumüberspannenden Installation.

Frank Altmann studierte an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe und am Centro Nacional de las Artes/Enpeg in Mexiko-Stadt. Heute lebt und arbeitet er in Rottweil.

Frank Altmann feilt beim Ausstellungsaufbau an den letzten Details. Bild: Museum
Frank Altmann feilt beim Ausstellungsaufbau an den letzten Details. Bild: Museum | Bild: Stadtmuseum Hüfingen

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