Gutmadingen Vier Standorte für Informationssystem in Gutmadingen

Der Gutmadinger Rat legt seine Positionen fest. Ein gesperrter Waldweg sorgt für Diskussionsstoff.

Im Vorfeld einer einheitlichen Beschilderungsaktion in der Region Geisingen, die im Oktober im Gemeinderat vorberaten wurde, beschäftigte sich auch der Gutmadinger Ortschaftsrat mit dem Thema. An vier Stellen sollen künftig Wegweiser zu öffentlichen Einrichtungen und Firmen aufgestellt werden. Es wird bekanntlich in der gesamten Region ein einheitliches Informationssystem solcher Schilder geplant.

Die vier Stellen für die Schilder sind in der Ortsmitte bei der Abzweigung zu den ehemaligen Kramer-Werken, von Westen und von Osten her. Dort sind derzeit drei Firmen vertreten, es können auch mehr werden. Denn noch sind nicht alle Räumlichkeiten des ehemaligen Werksareals belegt. Ein weiterer Platz für Schilder ist bei der Einmündung der Schulstraße in die Alemannenstraße mit Hinweisen auf die Scheune, Gemeinschaftshaus und Kindergarten und von Neudingen her bei der Einmündung der Hausers-Wiesen-Ring-Straße. Sollten weitere Hinweisschilder auf Unternehmen notwendig werden, könnten diese Schilder einzeln an Masten angebracht werden, wie etwa bei der Straße Hinterhofen.

Bei der Ortschaftsratsitzung wurde auch über die derzeitige Sperrung des Waldweges am Kuhberg im Bereich der ehemaligen Bergwerkstollen diskutiert. Bei der Waldbegehung wurde von Revierleiter Karl-Ernst Rapp der Vorschlag unterbreitet, die Holzabfuhr vom gesperrten Waldweg auf den weiter unten verlaufenden Feldweg, zu verlegen. Dieser Feldweg wurde in diesem Jahr mit einer Oberflächenbehandlung versehen.

Dieser Vorschlag wurde aber bei der Waldbegehung durchweg abgelehnt. Der Feldweg am Kuhberg, beziehunsgweise Kapf entlang, wurde in diesem Jahr mit einer Spritzdecke versehen, er hat keinen Untergrund und erst recht kein Bankett, um Lasten von Holzabfuhrfahrzeugen aufzunehmen. Man sollte eine Alternative finden, notfalls einen neuen Weg unterhalb der Stollen anlegen, die Kosten müsste ohnehin die Gute Hoffnungs Hütte als Rechtsnachfolger des Bergwerkbetriebes übernehmen, wurde sowohl damals bei der Waldbegehung, wie auch neuerdings in der Ortschaftsratsitzung betont.

"Die Sperrung ist übertrieben", betonte Hans Kramer, der bei der Sitzung anwesend war, "früher füllte man die Absenkungen, die ja nicht groß sind, mit Kies auf und fuhr wieder drüber." Denn die Stollen sind ja beim unteren Waldweg nicht tief. "Aber heute übernimmt niemand mehr Verantwortung", kritisierte er, was dann zur seiner Meinung nach überzogenen Sperrung führte. "Die Gemeinde verhandelt mit der Gute Hoffnungs Hütte über eine Lösung weiter", betonte Ortsvorsteher Norbert Weber. "Die Gute Hoffnungs Hütte ist Rechtsnachfolger des Erzabbaus von Gutmadingen und Blumberg und muss für entsprechende Schäden aufkommen", erklärte der Ortsvorsteher weiter.

Bei der Sitzung dankte Weber allen Helfern bei der Einweihung des Gemeinschaftshauses sowie Ortschaftsrat Thomas Becker für den kostenlosen Schriftzug am Gebäude. "Die Firmlinge engagieren sich in der Gemeinde und wollen dies am Seniorenmittag am 24. April und bei der Dorfputzete am 17. März umsetzen", so Weber.

Erzabbau

Auf der Gemarkung Gutmadingen wurde schon vor Jahrhunderten Eisenerz abgebaut, zuerst zwischen Gutmadingen und Geisingen und dann in den 1930-er Jahren des vergangenen Jahrhunderts intensiv am sogenannten Kapf und Kuhberg, zwischen Gutmadingen und Neudingen. Nach der Aufgabe des Erzabbaus blieben die Stollen zurück, immer wieder bricht ein solcher ein, weshalb die Gute Hoffnungs Hütte die Wege aus Sicherheitsgründen sperren ließ. Die Abbrüche sind aber nicht dramatisch, der Weg ist zwar mit einem Hinweisschild gesperrt, wird aber dennoch befahren. (ph)

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