Geisingen Geisinger Pflegeheim: Ära Bernd Häßler endet nach 29 Jahren

Der Leiter des Geisinger Altenpflegeheims Haus Wartenberg tritt zum Jahresende in den Ruhestand.

Er hat im Pflegeheim Geisingen vieles erreicht und umgesetzt. 29 Jahre stand Bernd Häßler an der Spitze des Pflegeheims Haus Wartenberg. Zum Ende des Jahres geht er nun in den Ruhestand. Er stand seit 1988 in der Verantwortung für die große und bedeutende Pflegeeinrichtung des Zweckverbands an der Nahtstelle der beiden Landkreise Schwarzwald-Baar und Tuttlingen. „Ich war fast 30 Jahre für dieses Haus da“, sagt er, „das war mein Leben.“

Bernd Häßlers Bilanz kann sich sehen lassen. Das Pflegeheim Geisingen ist weit über die Region hinaus bekannt. Historisch über viele Jahrzehnte gewachsen, kann die Einrichtung in fünf Jahren bereits das 150-jährige Bestehen feiern. Rund 30 Jahre davon trug Bernd Häßler Verantwortung für „Wohl und Wehe“ des Hauses. „Wir sind eine weithin anerkannte und sehr gute Einrichtung, die weit über die beiden Landkreise hinaus Bedeutung hat und sich über Jahre und Jahrzehnte bewährt hat“, sagt Bernd Häßler im Rückblick auf seine aktive Zeit im Geisinger Pflegeheim.

Die Bewohner wurden über die Jahre gut betreut, das Pflegeheim hat bis heute eine Spitzenstellung in der Region“, zeigt Häßler sich überzeugt. Und er muss sein Licht nicht unter den Scheffel stellen. „Es war eine schöne und erfolgreiche Zeit für mich“, sagt er, „ich habe das Haus wirtschaftlich erfolgreich und mit Augenmaß geführt“, zieht Häßler für sich selbstbewusst Bilanz, „nicht alles, was wünschenswert wäre, kann man auch umsetzen.“ Zumal auch die Politik mitentscheidet.

Unter der Regie von Landrat Rainer Gutknecht wurde der Zweckverband Haus Wartenberg schon 1972 gegründet. Danach haben dann die Landkreise Schwarzwald-Baar und Tuttlingen, die Städte Villingen-Schwenningen, Donaueschingen und Geisingen, die Träger des Zweckverbandes, eine gemeinsame Aufgabe übernommen und das Pflegeheim auf neue wirtschaftlich kontrollierte Beine gestellt. „Es war für mich eine tolle Sache, dass ich mich auf motivierte Mitarbeiter verlassen konnte. Sie alle haben hervorragende Arbeit geleistet und waren für den Erfolg der Einrichtung mitverantwortlich“, sagt Häßler. Die Heimbewohner standen immer im Vordergrund.

29 Jahre an der Spitze dieser großen Einrichtung: Das waren auch Planungs- und Bauarbeiten und Jahr für Jahr neue Umbauten und Sanierungen an den in die Jahre gekommenen Gebäuden. Fünf Häuser in Geisingen und seit 2004 das Haus „Eichberg“ in Blumberg mit nochmals gut 50 Betten: Es waren große Herausforderungen, die es zu schultern galt.

Insgesamt wurden rund 35 Millionen Euro verbaut. Mehr als die Hälfte musste der Heimträger schultern, 40 Prozent waren Fördermittel, die vorwiegend vom Land Baden-Württemberg kamen. Um damit zum Beispiel 1993/94 den Neubau des Gemeinschaftshauses zu erstellen, mit Schwimmbad, Café, Arzt- und Funktionsräumen für Frisör, Beschäftigungstherapie oder Krankengymnastik. 1997 bis 2000 standen das Haus Baar auf der Liste. 2003/04 wurde das Haus Schwarzwald saniert, von 2002 bis 2004 war der Neubau des Hauses Eichberg in Blumberg zu meistern und von 2004 bis 2006 wurde das Haus Donautal saniert. Ab 2009 stand der Küchenneubau an, mit Abriss und der Verlegung des neuen Gebäudes.

Die neue Küche wurde 2011 in Betrieb genommen. 2015 und 2016 wurden die Außenanlagen erneuert und das komplette Wegenetz mit einer großzügigen Pergola überdacht. Und außerdem wurde die Heizung modernisiert und auf ein Blockheizkraftwerk umgestellt.

Joachim Bucher aus Niedereschach ist bekanntlich der Nachfolger Häßlers als Heim- und Verwaltungsleiter in Geisingen. Der 49-jährige ausgebildete Altenpfleger und Betriebswirt wurde von den Mitgliedern des Zweckverbandes Pflegeheim Haus Wartenberg zum Nachfolger von Bernd Häßler gewählt. Zuletzt stand er als Vorstand an der Spitze des Diakonischen Werkes in Fürstenfeldbruck in Bayern.
 

 

Zur Person

Bernd Häßler ist 65 Jahre alt und geht Ende des Jahres in den Ruhestand. Er hat 1988, vor bald 30 Jahren, die Leitung des Pflegeheims in Geisingen übernommen. Als damals 36-Jähriger, war der Betriebswirt der jüngste Leiter der Einrichtung seit Gründung des Zweckverbandes Haus Wartenberg im Jahr 1972. Berufliche Stationen als Verwaltungsleiter waren das Klinikum in Schwenningen, das städtische Krankenhaus in Oberndorf und das Krankenhaus Furtwangen. Mit seiner Frau Elisabeth hat Bernd Häßler zwei Söhne im Alter von 40 und 33 Jahren. Zwei Enkel freuen sich auf seinen Ruhestand. Er will nach wie das Fach Rechtskunde an der Altenpflegeschule Geisingen und bei der Volkshochschule in Schwenningen unterrichten. (bea)

 

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