Geisingen Geisinger Bläserschule will Blasmusikverband beitreten

Geisinger Einrichtung fürchtet Abgabenlast an Künstlersozialkasse und Gema. Blasmusikverband befürwortet Aufnahme.

Die Bläserschule Geisingen, die 2002 gegründet wurde und inzwischen für alle Musikvereine der Region Geisingen sowie des Musikvereins Zimmern den Nachwuchs ausbildet, hat in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung beschlossen, den Antrag auf Aufnahme als Verein beim Blasmusikverband Schwarzwald-Baar zu stellen. Vorausgegangen waren mögliche Forderungen der Künstlersozialkasse, die wie ein Damoklesschwert über der Bläserschule schwebten. Man sprach von möglichen Forderungen in fünfstelliger Höhe, was finanziell nicht zu stemmen wäre. Bekanntlich mussten aus Kostengründen erst vor wenigen Wochen die Gebühren für die musikalische Ausbildung nochmals erhöht werden.

„Das Präsidium des Verbandes hat sich für eine Aufnahme der Bläserschule ausgesprochen“, erklärte Bläserschulvorsitzender und Bürgermeister Walter Hengstler, der auch Vizepräsident des Blasmusikverbandes Schwarzwald-Baar ist. Hierfür muss aber, nachdem der Antrag auf Aufnahme vorliegt, auch die Satzung geändert werden, dies erfolgt im Februar nächsten Jahres bei der Mitgliederversammlung des Verbandes.

Neben der Künstlersozialkasse, so Hengstler, komme noch eine mögliche weitere Organisation mit Forderungen, nämlich die GEMA. „Sind wir Mitglied im Verband, sind solche Forderungen hinfällig, da der Verband Rahmenverträge abgeschlossen hat“, informierte Hengstler. Die Bläserschule müsse dann aber einen Beitrag an den Verband entrichten, der vielleicht zwischen 200 und 300 Euro liege. „Es kann sein, dass für die Jugendlichen doppelt Beitrag an den Verband bezahlt wird, einmal über die Bläserschule und zum anderen durch die Musikvereine, von denen sie kommen“, so Hengstler weiter.

Dies sei aber immer noch nur ein Bruchteil dessen, was die Künstlersozialkasse oder GEMA an Forderungen aufstellen könnten.

Einstimmig wurde durch die anwesenden Mitglieder bei der außerordentlichen Versammlung dann der Beschluss gefasst, den Antrag auf Aufnahme in den Blasmusikverband zu stellen. Hierfür mussten dann auch die Satzung und die Geschäftsordnung geändert werden, was ebenfalls einstimmig erfolgte.

Bei der Versammlung kündigte die zweite Vorsitzende Franziska Schmitt an, ihr Amt im nächsten Jahr zur Verfügung zu stellen. Sie bat die Vereine, sich schon jetzt Gedanken über die Nachfolge zu machen.

Simon Glunk von der Harmonie Gutmadingen stellte die Frage, ob es nach der Gebührenerhöhung im September entsprechende Resonanz gegeben habe. Dies wurde von Michael Stoffler, der die Geschäfte führt, verneint. „Wir sind trotz Erhöhung immer noch unter den Gebühren von Musikschulen“, betonte Walter Hengstler.

Wie man Jugendliche als Ausbilder werben kann, wurde noch diskutiert, die musikalische Leiterin Ingrid Fromm schlug vor, mögliche Interessenten als Hospitanten für einige Unterrichtsstunden mitzunehmen. Sie regte auch an, älteren Musikern den Bereich der theoretischen Prüfung für die Leistungsabzeichen näher zu bringen. Damit auch diese wissen, was von ihren Zöglingen gefragt und gefordert wird. Ob Interesse hieran besteht, sollten die Vereine intern abfragen.

Bläserschule

Die Bläserschule Geisingen wurde 2002 gegründet. Ziel und Zweck ist die gemeinsame Musikausbildung für die Mitgliedsvereine der Bläserschule. Dies sind derzeit die Stadtmusik Geisingen, die Harmonie und die Donaumusikanten aus Gutmadingen, der Musikverein Polyhymnia Leipferdingen, ferner die Musikvereine Kirchen-Hausen und Aulfingen sowie Zimmern. (ph)

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