Furtwangen Unter Wehklagen: Narren waschen ihre Geldbeutel

„Die Fasnet het a Loch“, jammerten die Furtwanger Narren am Abend des Aschermittwochs. Am Narrenbrunnen nahmen sie von einer kurzen, aber schönen fünften Jahreszeit Abschied. Von der Alten Färbe schlichen sie heran, musikalisch begleitet von Stadtkapellen-Musikern, die den Narrenmarsch in traurigem Schneckentempo intonierten.

Roland Wehrle, Präsident der Schwäbisch-Alemannischen Narrenvereinigung, hielt Rückblick auf die Furtwanger Fasnet: „so schee“. Ereignisse und Personen wurden glossiert, Furtwanger Gaststätten aufs Korn genommen.

An diesem Aschermittwoch beleuchteten die Narren mit Fackeln den Narrenbrunnen. Er soll in Zukunft „leuchten bei Nacht“, kündigte Wehrle an, dafür hatte die Volksbank 5000 Euro gestiftet. Und wieder gab er dem Wunsch der Narrenzunft Ausdruck, den Platz um den Narrenbrunnen schön zu gestalten, auch wenn dadurch einige Parkplätze entfallen würden.

Narrenvater Christoph Winker gab den Rathausschlüssel zurück an Bürgermeister Josef Herdner. Dann folgte die Geldbeutelwäsche. Die während der Fasnet geleerten Geldbeutel wurden durch das Wasser im Narrenbrunnen geschwenkt. Mit einem Dankeschön an die Narren und die Helfer an der Fasnet endete die Geldbeutelwäsche. Die Narren gingen zum Marktplatz hinüber, wo der Narrenbaum versteigert wurde.

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