Furtwangen Rotariernachwuchs ist sozial engagiert

Jüngstes Mitglied der Rotary-Familie gegründet. Shelterbox soll nach Katastrophen helfen.

Den Beweis, dass sich auch Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren für die Gemeinschaft engagieren können und wollen, haben zehn Schüler des Otto-Hahn-Gymnasiums mit Realschulzug in Furtwangen jetzt angetreten. Sie gründeten einen Interact-Club (IAC). Initiiert und unterstützt wurde die Gründung vom Rotary-Club (RC) Furtwangen-Triberg. Die offizielle Gründungsversammlung fand im Reinertonishof in Schönwald statt. In Vertretung der Rotary-Club-Präsidentin Claudia Homburg begrüßte Past-Präsident Peter Wehrle neben den Rotariern auch Gäste vom Rotaract-Club Schwarzwald-Baar und aus Freiburg. Er ließ die bisher erlebten Ereignisse der Interact-Gruppe Revue passieren: Dazu gehörten eine geführte Stadtführung in Straßburg zusammen mit den Rotariern, ein Hüttenwochenende mit Forellen-Grillen, eine Firmenbesichtigung bei Kammerer Gewindetechnik in Niederwasser sowie Vorträge aus der Welt der Service-Organisation Rotary.

Die Jugendarbeit sei dem RC Furtwangen-Triberg seit Bestehen ein Anliegen, heißt es in einer Pressemitteilung. So beherberge der Club seit 30 Jahren junge Gäste aus aller Welt über den Rotary-Jugendaustausch. Für sie organisiert er Herbst-Wanderwochen, für das Jugend-Sinfonieorchester St. Georgen-Furtwangen ein Neujahrskonzert. Er arbeite eng mit dem Rotaract-Club Schwarzwald-Baar zusammen und füge nun mit dem IAC Furtwangen einen weiteren Mosaikstein hinzu.

Bei der Gründungsversammlung erhielt jeder Neu-Interacter eine Anstecknadel, die ihn als Mitglied der Rotary-Jugendbewegung ausweist. Dem gewählten Präsidenten des IAC, Louis Schlageter aus Furtwangen, legte er die bei den Jungen übliche Präsidentenkette an. Louis Schlageter berichtete von den Plänen des Clubs. Noch im Dezember wird im Otto-Hahn-Gymnasium ein Zelt aus einer Shelterbox aufgestellt. Neben dem Zelt enthält diese Box noch Werkzeug, Kocher, Kochtöpfe, Teller und Besteck, also alles, was eine von einer Katastrophe betroffene Familie mit zehn Personen zum Überleben braucht. Die Interacter haben sich vorgenommen für eine weitere Box zu sammeln und diese für Katastrophen-Einsätze zu spenden. Weiter beteiligen sie sich an der Bundessozial-Aktion der Jugendorganisation Rotaract. Hier werden Rucksäcke und Schultaschen für Kinder des weltweit ärmsten Landes Malawi gesammelt und mit Schul-Utensilien gefüllt. Dieses Projekt starten sie im Januar.

In der Folge werden sie Kunststoff-Deckel von Getränkeflaschen für die Aktion „Deckel drauf!“ sammeln. Mit je 500 dieser Deckel kann eine Impfung gegen Kinderlähmung finanziert werden. Ute Duffner, Rotarierin und Chefin des Reinertonishofes, hatte zu Kaffee, Tee und Kuchen eingeladen, bevor St. Nikolaus mit Knecht Ruprecht die Interacter besuchte.

Rotary und die Rotary-Jugendorganisationen vereinen Persönlichkeiten aus aller Welt. Seit der Gründung des ersten Clubs durch vier Freunde vor mehr als 100 Jahren in Chicago habe sich Rotary zu einem weltumspannenden Netzwerk entwickelt. Geholfen werden soll im lokalen Umfeld und in internationalen humanitären Hilfsprojekten. Bei der Rotary-Jugendorganisation Rotaract treffen sich Leute im Alter zwischen 18 und 30 Jahren.

Mehr als 3100 Mitglieder in über 170 Rotaract-Clubs deutschlandweit setzen sich für andere ein. Interact ist ein Programm für Jugendliche von zwölf bis 18 Jahren, die sich im Gemeinwesen engagieren. Jeder Interact-Club setzt jährlich mindestens zwei Projekte um: Eines, das der eigenen Schule oder Gemeinwesen zu Gute kommt, und eines zur Förderung von Völkerverständigung.

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