Furtwangen Firma Siedle investiert weiter in Standort Furtwangen

Die Firma Siedle investiert weiter in den Standort Furtwangen. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben in diesem Jahr etwa eine Million Euro in die Neuanschaffung von Maschinen ausgegeben.

„Siedle hat traditionell einen hohen Anteil an Eigenfertigung. Circa 80 Prozent der Wertschöpfung findet in Furtwangen statt“, erläutert Harald Helms, Geschäftsleiter Produktion und Logistik, gegenüber unserer Zeitung. Diesen Anteil baue die Firma mit einem eigenen Beschriftungslaser weiter aus.

Die innovative Maschine kann mittels Laserstrahl Metall mit einem besonders großen Beschriftungsfeld bearbeiten. „Die Lasertechnik ist unser neuer Standard für die Beschriftung von Metalloberflächen, zum Beispiel Ruftasten bei Sprechanlagen. Unsere Kunden profitieren auf mehrfache Weise davon; die Lieferzeiten reduzieren sich teilweise deutlich“, erläutert Harald Helms.

Sieben Maschinen sowie eine komplette Montagelinie hat Siedle 2017 neu installiert. Siedle setzt auch auf High-Tech für die Leiterplattenproduktion. Ein neuer Automat prüft jetzt den korrekten Auftrag von Lotpaste an jenen Stellen, die später mit Teilen bestückt und gelötet werden. Eine Kamera scannt dabei neben der Fläche auch die Auftragshöhe. Das Besondere: Die Paste wird mit 120 Mikrometer (das sind 0,12 mm) hauchdünn aufgetragen. „Selbst in diesem Bereich erkennt der neue Automat zuverlässig, ob alles stimmt – und zwar innerhalb von wenigen Sekunden an hunderten Stellen einer Leiterplatte“, so Harald Helms, „Diese Investition hilft, unseren Produktionsprozess weiter zu verbessern, sei es bei den Maschinenparametern oder beim Schablonendesign.“

Warum wird in Furtwangen investiert? Es gibt nach Ansicht mancher Investoren Orte, die verkehrstechnisch und topografisch günstiger sind. Helms dazu: „In Furtwangen können wir uns auf die Qualität und auf die kurzen Reaktionszeiten verlassen. Insgesamt haben wir mit den Investitionen in unseren Maschinenpark dieses Jahr einen großen Schritt nach vorne gemacht. Siedle kann damit auch zukünftig den Anspruch einlösen, in der Türkommunikation technologisch an der Spitze zu stehen.“

Nach eigenen Angaben hat Siedle in den vergangenen fünf Jahren in Furtwangen allein in der Fertigung ungefähr vier Millionen Euro investiert, und durchschnittlich zwölf Prozent des Jahresumsatzes fließen in die Entwicklung. „Eine Quote, die weit über dem Branchenschnitt von sechs bis sieben Prozent liegt. Alle Investitionen sind eigenfinanziert“, sagt Helms.

 

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