Donaueschingen Über 10 000 Babys in Donaueschingen auf die Welt geholfen

Ehemaliger Chefarzt Michael Eberl feiert 75. Geburtstag

Donaueschingen (sgn) Am Sonntag feiert der frühere Chefarzt der gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung am Klinikum Donaueschingen, Michael Eberl, seinen 75. Geburtstag.

Der Frauenarzt wurde in Karlsbad/Sudetenland geboren und kam 1950 nach Nürnberg, wo er 1970 an der dortigen Universität promovierte. Nach Assistenzzeiten in Neuendettelsau und in Fürth war Eberl von 1974 bis 1981 zuerst als Assistenzarzt und später als Oberarzt an der Universitäts-Frauenklinik Freiburg tätig. Von 1981 bis 1986 war er leitender Oberarzt der Frauenklinik an der Spitalstiftung in Konstanz und wurde 1986 schließlich Chefarzt der gynäkologisch-geburtshilflichen Abteilung des Kreisklinikums Schwarzwald-Baar in Donaueschingen. Dort wirkte der Mediziner bis zur Auflösung der Abteilung, die einen hervorragenden Ruf weit über die Region hinaus hatte. Das war 2004 und gleichzeitig mit der Schließung ging Michael Eberl in Pension.

"Das war schon ein Bruch", erinnert sich der Jubilar. So trete man als Chefarzt nicht gerne ab. Doch wer das ganze Leben so gefordert war, ist nicht dafür gemacht, als Rentner die Füße hochzulegen – kann er sich doch noch gut an Zeiten als Arzt erinnern, wo der Wochenenddienst Freitagmittag begann und man erst Montagmittag nach Hause kam. "Bestimmt mehr als 10 000 Babys habe er auf die Welt geholfen", rechnet er hoch. Es sei ein tolles Gefühl, wenn er heute Frauen treffe, die mit seiner Hilfe das Licht der Welt erblickten, und inzwischen selbst Mütter seien. Ganz lassen kann Michael Eberl das Arbeiten nicht, so ist er immer noch stundenweise als Frauenarzt in der Praxis eines niedergelassenen Kollegen tätig.

Ansonsten genießt der bekennende Kunst- und Bonsailiebhaber mit besonderer Vorliebe für asiatische Kunst das Leben und seinen Garten. An der asiatischen Kunst beeindrucke ihn vor allem deren Formensprache. Aber auch Bilder alter deutscher Künstler würden ihm gefallen, für neuere Kunst ebenso offen, müsse man sich zu der jedoch oft erst einen gedanklichen Zugang erarbeiten. Einen bestimmten Traum habe er vor seiner Pensionierung nicht gehabt, erzählt er weiter. "Dass alle gesund bleiben und die Familie intakt bleibt", ist der größte Wunsch des bald dreifachen Großvaters. "Das ist das Wichtigste für mich."

Ski- und Rennradfahren pflegt er als Hobbys, die beiden französischen Bulldoggen Lola und Zorro halten den Aufener mit mehreren Spaziergängen täglich auf Trab. Einen großen Lebensgenuss stellen für ihn seine Bonsais dar, von denen einer ein Methusalem mit über 80 Jahren ist. All diese Freuden mit der Familie noch lange in Gesundheit genießen zu können, sportlich und vernünftig leben, das seien seine Wünsche, erklärt Michael Eberl, innere Zufriedenheit ausstrahlend.

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