Donaueschingen Trio führt das Wirtschaftsgymnasium

Neue Leitung nach Goldschmidt-Weggang. Alexander Joos Sprecher des Dreierteams.

Den Weggang von gleich zwei Pädagogen in führenden Positionen musste die von Frank Liebetanz geleiteten Kaufmännischen und Hauswirtschaftlichen Schulen in der Donaueschinger Siedlung zum Schuljahresbeginn verkraften.

Hatte man mit dem Wechsel von Liebetanz’ Stellvertreter Andreas Grimm nach Singen gerechnet, wurde der Weggang von Andreas Goldschmidt, jetzt Schulleiter des Otto-Hahn-Gymnasiums in Furtwangen, erst wenige Tage vor den Sommerferien bekannt. Entsprechend wurde mit Martin Zwosta schon im September ein neuer stellvertretender KHS-Leiter präsentiert. Und länger hat es gedauert, bis eine neue Leitung des Wirtschaftsgymnasiums gefunden wurde.

Diese steht nun und zählt drei Köpfe: Mathematiklehrerin Ruth Smukalla, Judith Geibel (BWL/VWL) und Alexander Joos (Datenverarbeitung, BWL, Religion). Alle drei sind gleichberechtigte Ansprechpartner für die Schüler und Lehrer. Nach außen wird Alexander Joos Abteilungsleiter das Wirtschaftsgymnasium vertreten. „Wir verstehen uns aber als Team“, unterstreicht er. Und auch Schulleiter Frank Liebetanz ist mit der gefundenen Lösung sehr zufrieden.

Joos wird gleichzeitig die Leitung der Kaufmännischen Berufsschule an Martin Zwosta abgeben, er bleibt mit Zwosta aber Ansprechpartner für die Betriebe. „Auch schulformübergreifend werden wir künftig vernetzter arbeiten und unterrichten“, erklärt er. Dies würden allein schon die allgemeinen Forderungen an die Schule bedingen: „Kenntnisse in Informatik und Wirtschaftsinformatik werden in allen Berufen immer wichtiger.“ Ebenso die Fremdsprachen Englisch und Spanisch. „Inzwischen wird ein Teil unserer BWL-Prüfungen auf Englisch abgefragt“, ergänzt Judith Geibel.

Mit dem Weggang Goldschmidts war die Schule „von oben“ gezwungen worden, den neuen Weg zur Teamleitung zu gehen: „Obwohl das Wirtschaftsgymnasium jährlich mehr Anmeldungen hat als vorhandene Plätze, ist die Zahl der Schüler an der KHS zuletzt auf 850 zurück gegangen. Und da die Schule als Ganzes gesehen wir, hat uns das Regierungspräsidium die Leitungsstelle Wirtschaftsgymnasium gestrichen“, sagt Geibel. Die Stelle habe schon lange Bestandsschutz genossen. Als Nachteil wird diese Änderung an der Schule aber nicht gewertet. Das „ungeheuer breit gewordene Aufgabenfeld“, so Ruth Smukalla, habe schon seit mehreren Jahren eine Zuarbeit der Kollegen erfordert. Eine große Umstellung bedeute diese Änderung daher nicht.

Ziel des Trios ist, den guten Ruf des Wirtschaftsgymnasiums und der Schule generell zu pflegen. „Alle Lehrer an der KHS engagieren sich sehr für ihre Schüler, was manch neuen Schüler überrascht. Wir kümmern uns auch über den Unterricht hinaus“, sagt Judith Geibel. Der Wandel der Gesellschaft und familiären Verhältnisse fordere dies aber auch ein, meint dazu Ruth Smukalla.

KHS und WG

Die Schule ist eine Kreiseinrichtung. Die Beliebtheit der Einrichtung ist groß, dennoch sind die Schülerzahlen rückläufig. Das liegt an der Einrichtung der Werkrealschulen und Ganztagesschulen, womit automatisch mehr Schüler an ihren Schulen die mittlere Reife machen und weniger an der KHS. Mit 270 Schüler ist das Wirtschaftsgymnasium stets ausgebucht. Einen möglichen vierten Zug hat man vor einigen Jahren als Technisches Gymnasium an die benachbarten Gewerblichen Schulen abgegeben. Derzeit werden hier 850 Schüler (früherer Höchststand 1100) von 68 Lehrern unterrichtet. (gvo)

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