Donaueschingen BUND steht hinter Windkraftplänen in Donaueschingen

Als "begrenzt und festgefahren" bezeichnet der Regionalverband des BUND Schwarzwald-Baar-Heuberg die Diskussion um den Bau von zwölf Windkraftanlangen am Standort auf der Länge bei Hondingen. Der BUND hat sich jetzt vorgenommen, die Unentschlossenen zu aktivieren: "Immer nur gegen alles sein führt zu keiner Lösung".

Der Regionalverband des BUND Schwarzwald-Baar-Heuberg plädiert mit seiner aktuellen Stellungnahme ausdrücklich für den Standort auf der Länge bei Hondingen zum Bau von Windkraftanlagen. Der BUND mit 1500 Mitgliedern in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg stehe nur dann der Errichtung von Windkraftanlagen entgegen, wenn schwerwiegende Eingriffe in den Naturhaushalt und den Artenbestand gesehen werden, so die Erklärung weiter. Doch der Standort auf der Länge gehöre nicht dazu, sondern sei artenschutzrechtlich sehr unproblematisch und bilde deshalb diesbezüglich wenig Konfliktpotenzial.

Aus Sicht des BUND werde das Thema Windkraftanlagen missbraucht, erklären Ulrike von Kutzleben-Hausen und Katharina Baudis. Man erlebe die Diskussion vonseiten der Bürgerinitiativen als begrenzt und festgefahren. Das und und die aktuell immer wieder aufflammende, "oft die sachliche Ebene verlassende Diskussion" seien der Anlass für die jetzige Stellungnahme des BUND in Bezug auf die Windkraftanlagen auf der Länge. Es stünden weitaus mehr Menschen der Region hinter den Windkrafträdern als nach außen hin sichtbar sei. Diese bis jetzt relativ stillen und beobachtenden Menschen wolle der BUND aktivieren.

Das Thema Artenschutz werde nicht zu Ende gedacht. Das sei eine Erfahrung des BUND. "Man muss die Verantwortung für die Region übernehmen, statt alles dorthin zu verlagern, wo man es nicht mehr sieht", sprach Katharina Baudis eine weitere Argumentation der Windkraftanlagen-Gegner an, welche darauf abzielt, Windkraftanlagen komplett an die Nordsee zu verlagern und dort zu belassen. Doch da müsse man Kosten und Mehraufwand für den Transport der Elektrizität von dort hierher berücksichtigen. Weiter sprach Baudis Argumentationen an wie den Infraschall, der im Vergleich zu echten Lärmbelästigungen durch Einflugschneisen und andere natürliche Umgebungsgeräusche, bei Weitem nicht solche Auswirkungen habe.

Es sei dem BUND eine Herzensangelegenheit, auf Nachhaltigkeit abzuheben und die Unentschlossenen zu aktivieren. Diejenigen, die sich bis jetzt aus der Diskussion heraushalten würden.

Es habe sich gezeigt, dass in der Nordseeregion – die als Region aktiv etwas tue, statt die Probleme auszulagern – eben nicht, wie befürchtet, die Touristen wegblieben. "Immer nur gegen alles sein führt zu keiner Lösung", ist die Überzeugung des BUND. Das ganze komplexe Thema werde nicht zu Ende gedacht und es seien zweifelhafte Argumente, die von den Windkraftradgegnern so gerne angenommen würden. "Wir fänden es fair, in unserer Region Strom zu produzieren", ist der Standpunkt der BUND-Vertreter.

Windkraft-Streit

Zwei Unternehmen planen zwölf Windkrafträder auf der Länge und dem daran anschließenden Ettenberg. Gegen die großen Windräder hat sich in den umliegenden Ortschaften Widerstand formiert. Gegner befürchten große Umweltschäden und gesundheitliche Beeinträchtigungen. Auch die Wirtschaftlichkeit wird angezweifelt.

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