Brigachtal Ortskernsanierung Überauchen: Das wünschen sich die Gemeinderäte

Die Projektentwickler stellen das weiteres Vorgehen vor. Diskutiert werden vor allem Verwendungsmöglichkeiten des Dorfhauses und Kosten für das Projekt.

Wie geht es mit der Ortskernsanierung Überauchen weiter? Dies war ein Kernthema bei der jüngsten Gemeinderatssitzung, bei der sich die Projektentwickler vorgestellt und Fragen der Gemeinderäte beantwortet haben. Dabei spielten besonders zwei Dinge eine wichtige Rolle: die Verwendungsmöglichkeiten des geplanten Dorfhauses und die Kosten, die für die Gemeinde anfallen werden.

Christian Sammel vom Büro Fahle Stadtplaner Partnerschaft stellte den Ablauf vor, der sich in vier Abschnitte einteile. Zuerst seien die Ziele zu klären, die erfüllt werden sollen. „Seit dem Wettbewerb haben sich einige Rahmenbedingungen verändert“, sagte der Stadtplaner. Beispielsweise müsse festgelegt werden, in welcher Form und Intensität eine Bürgerbeteiligung erfolgen soll.

So könnte der Ortskern nach der Sanierung aussehen – mit einem Dorfhaus als zentrales Element. <em>Bild: Freiraumwerkstadt</em>
So könnte der Ortskern nach der Sanierung aussehen – mit einem Dorfhaus als zentrales Element. Bild: Freiraumwerkstadt | Bild: freiraumwerkstadt

Zweitens müsse eine Bestandsanalyse erfolgen, bei der der Standort gründlich überprüft und die vorhandenen baulichen Strukturen erfasst werden. Als dritter Schritt werde man an die Vorplanung gehen, in der das Nutzungs- und Gestaltungskonzept erarbeitet werden soll. Abschließend folge der Entwurf mit Abschlussbericht, in dem Kosten, Finanzierungsmöglichkeiten und Zeiträume definiert sind.

„Man erkennt, dass das nicht schnell gehen wird, dass der Abstimmungsbedarf da ist“, sagte Bürgermeister Michael Schmitt. Daher sei es nicht möglich, das Projekt bis zum Stichtag für Förderanträge für das Jahr 2018 Ende Januar weit genug voranzubringen. Stattdessen sollte eine klare Zielsetzung für die Folgejahre definiert werden.

"Man erkennt, dass das nicht schnell gehen wird, dass der Abstimmungsbedarf da ist."Michael Schmitt, Bürgermeister
"Man erkennt, dass das nicht schnell gehen wird, dass der Abstimmungsbedarf da ist."Michael Schmitt, Bürgermeister

Gemeinderat Joachim Eichkorn von der CDU stellte die Frage, ob in dem geplanten Dorfhaus genug Platz für Veranstaltungen ist, die bisher in der Halle Überauchen stattfinden. Dies sei wichtig für die Vereine, sagte er. Theoretisch ist genug Platz dafür, sagte Bernhard Storz vom Architekturbüro Storz. Das müsse dann aber in der weiteren Planung untersucht werden.

SPD-Gemeinderat Jens Löw plädierte dafür, bei der Planung auch an mögliche zukünftige Veranstaltungen zu denken, die es momentan noch nicht in der Gemeinde gibt. Er wünsche sich deswegen einen Entwurf, der großzügigen Platz dafür zulasse: „Es muss eine gewisse Größe haben.“

Gemeinderat Josef Vogt von Pro Brigachtal mahnte allerdings an, dass vor lauter Wünschen die Kosten nicht außer Acht gelassen werden dürfen. „Der schönste Plan bringt nichts, wenn er dann nicht realisiert werden kann“, sagte er. Auch Jens Löw kam auf die Kosten zu sprechen und fragte nach, inwieweit die genannten Zahlen, über die bislang nicht öffentlich gesprochen wurden, feststehen und ob auf die Gemeinde noch zusätzliche Kosten zukommen, beispielsweise, wenn Veränderungen am Konzept gefordert werden.

"Der schönste Plan bringt nichts, wenn er dann nicht realisiert werden kann."Josef Vogt, Gemeinderat
"Der schönste Plan bringt nichts, wenn er dann nicht realisiert werden kann." Josef Vogt, Gemeinderat

Christian Lamm versicherte, dass die Gemeinde an jedem Prozessschritt beteiligt sei. Man werde sich nicht in eine Kammer zurückziehen und der Verwaltung ein fertiges Konzept vor die Nase setzen. Er sehe daher nicht, wo es noch unerwartete Zusatzkosten geben könnte.

 

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