Hochschwarzwald Hochschwarzwald Card in Gefahr

Technischer Dienstleister meldet Insolvenz an. Hochschwarzwald Tourismus GmbH gibt am Mittwoch Erklärung ab.

Die Hochschwarzwald Card gilt die Erfolgsstory schlechthin. Vor sieben Jahren eingeführt, hat sich das All-inklusive-Angebot trotz damals vieler Kritiken fest etabliert, ist ein Zugmagnet für Touristen aus aller Welt und besitzt ein Alleinstellungsmerkmal. Mit der Hochschwarzwald Card kann der Gast in der Ferienregion kostenlos verschiedene Attraktionen nutzen. Bei rund 370 Unterkünften erhält jeder Gast beim Einchecken seine persönliche Hochschwarzwald Card. Jetzt stehen dunkle Wolken über dem Angebot, der techniche Anbieter hat Insolvenz angemeldet.

Im Mai 2010 wurde die Hochschwarzwaldcard von Konstantin Andreas Feustel, heute Geschäftsführer der Geios AG, in seiner Funktion als technischer Anbieter in Titisee vorgestellt. Jetzt ist Feustel pleite sein und hat beim Amtsgericht Kempten Insolvenz angemeldet. Für die Hochschwarzwaldcard eine neue Situation, über die Thorsten Rudolph, Geschäftsführer der Hochschwarzwald Tourismus GmbH, am Mittwoch eine offizielle Erklärung abgeben möchte. Rudolph, frisch von einer Asienreise zurückgekehrt, wollte sich am Montag dazu noch nicht öffentlich äußern.

Die Geios AG hat unter anderem auch die technische Basis für die Echt-Bodensee-Card geschaffen, die jetzt aber in Frage gestellt wird. Wie wichtig die Hochschwarzwald Card, für die bisher über 1,5 Millionen Euro Marketingkosten ausgegeben wurden, für einen gut funktionierenden Tourismus ist, beweisen diese Zahlen: Begonnen hat das Projekt Hochschwarzwald Card mit 180 Übernachtungsbetrieben, inzwischen sind 365 Betriebe vom Sternehotel bis Ferienwohnungsbesitzer mit im Boot. 271 000 Karten wurden bis zum Jahr 2015 ausgegeben, somit war jeder dritte Gast im Besitz der Card, wie die Hochschwarzwald Tourismus GmbH im Mai 2016 informierte. Mit der Card hängen mehr als 1,2 Millionen Übernachtungen zusammen, was eine Steigerung von 7,3 Prozent gegenüber 2014 ist. Insgesamt wurden bis 2016 etwa 613 000 Cardnutzungen gezählt, das ist ein Plus von 9,8 Prozent. Allein 474 000 Nutzungen (77 Prozent) entfallen auf die Top 10 der 2015 am meisten nachgefragten Attraktionen. Nach sieben Jahren sind über 100 Partner auf der Card. Dabei steht das Badeparadies Schwarzwald an der Spitze, gefolgt vom Liftverbund Feldberg, Feldbergbahn, Bootsbetriebe Schweitzer, Hasenhorn Coaster, Bootsbetrieb Toth, Steinwasenpark, Haus der Natur oder Kletterwald Feldberg.

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