Bräunlingen Bräunlingen freut sich: Die Mühlentor-Durchfahrt ist wieder offen

Zur Wiedereröffnung des Bräunlinger Mühlentores hat die Stadtverwaltung zu einer kleinen Feuerstunde vor das Wahrzeichen der Stadt geladen. Dort nutzten der neue Bürgermeister Micha Bächle und sein Vorgänger, Jürgen Guse, die Gelegenheit, um als erste hindurch zu fahren.

Das Bräunlinger Mühlentor ist nach 305 Tagen Sperrung seit Freitag wieder für den Straßenverkehr frei und wurde am Samstag durch Bürgermeister Micha Bächle bei einer Wiedereröffnungsfeier, zu der über 100 Bürger kamen, offiziell wieder geöffnet.

Bächle und sein Vorgänger Jürgen Guse fuhren zur Eröffnung auf Spielautos durch das Stadttor und schlossen damit zur Freude der Zuschauer den offiziellen Teil der Feier ab. Zuvor wurde von beiden ein Sperrband durchschnitten, was die Durchfahrt offiziell wieder frei machte.

"Das Haupttor der Stadt aus dem Jahre 1904 wurde umfassend saniert und restauriert und erstrahlt wieder in neuem Glanz", hob Micha Bächle zum Beginn seiner Begrüßungsworte hervor. Er freue sich, dass der Kostenrahmen von 800 000 Euro eingehalten werden konnte und die Sanierung des Tores in Rekordzeit von nur vier Monaten gelang. "Hierfür ein großes Kompliment an alle Beteiligten" so Bächle. Kurz ging er auf die Gründe für die lange Sperrzeit des Tores ein, was auch an der lange dauernden Zuschussgenehmigung und der Witterung lag. "Dies war eine lange Zeit und wurde auch kontrovers diskutiert. Ich nehme dies sehr ernst für zukünftige Baumaßnahmen", unterstrich der Bürgermeister. Er dankte den Bürgern und dem Einzelhandel für ihre Geduld, denn "ich weiß, dass diese lange Zeit nur schwer zu verkraften war".

Im Frühjahr ist ein "Tag des offenen Tores" geplant. Neben einem geschichtlichen Rückblick über das Zähringertor, ging Architekt Lukas Gäbele auf die zum Teil nicht einfachen Arbeitsbedingungen und Aufgabenstellungen während der Sanierung ein. Rund 6400 Arbeitsstunden seien geleistet worden, wobei die Höhenmeterstrecke aller Beteiligten bei 17–mal der Höhe des Mount Everest mit seinen 8848 Metern lag. "Eine schwarze Null steht unter der Spalte Übersteigerung der veranschlagten Bauleistungen", sagte Gäbele.

Mit dem Schnitt in das Sperrband wurde die Tordurchfahrt durch Micha Bächle (links) und Jürgen Guse wieder freigegeben.
Mit dem Schnitt in das Sperrband wurde die Tordurchfahrt durch Micha Bächle (links) und Jürgen Guse wieder freigegeben.

Restaurator Eberhard Grether aus Freiburg wies auf die oft nicht einfachen Arbeiten hin und erwähnte, dass er zu Beginn seiner Berufstätigkeit vor vielen Jahren auch am Bräunlinger Stadttor arbeitete. "Mit Warmgebläseunterstützung haben wir bisher noch nicht gearbeitet". Alle Einzelhändler sind froh, dass nach 305 Tagen die Durchfahrt wieder möglich ist. Das bestätigte auch Michael Hofheinz: "Die Gewerbetreibenden werden froh sein, dass das Tor wieder offen ist und mit zur Infrastruktur von Bräunlingen beiträgt."

 

Bräunlingens Tore

Das Mühlentor ist das letzte noch erhaltene der vier ehemaligen Zähringertore, als Bräunlinger Wahrzeichen. Das Kirchtor, das Wald- und Gupfentor wurden abgerissen. Auf dem Mühlentor steht auch die Inschrift, die an die vorderösterreichische Zeit von Bräunlingen von 1305 bis 1806 erinnert. Die Arbeiten sind noch nicht komplett beendet, im Frühjahr muss die Tordurchfahrt für ein paar Tage nochmals gesperrt werden. (dm)

 

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