Blumberg Weitere Gespräche für Schulcampus in Blumberg

Für den Schulcampus in Blumberg soll der Haupt- und Finanzausschuss eine Planungsrate von 150 000 Euro befürworten. Es ist das größte kommunale Vorhaben in Blumberg.

Der geplante Schulcampus am Eichberg ist das wohl größte rein kommunale Vorhaben in Blumberg, mit geschätzten Kosten von mindestens 10 bis 15 Millionen Euro. Am Donnerstag, 16. November, kommt das Thema in den Haupt- und Finanzausschuss, der ab 18 Uhr im Städtlesaal des Feuerwehrhauses Blumberg öffentlich tagt.

  • Die Verwaltung schlägt dem Ausschuss vor, dem Gemeinderat die Aufnahme einer Planungsrate von 150 000 Euro in den Haushalt 2018 zu empfehlen. Davon sollen 90 000 Euro für eine externe Wettbewerbsbegleitung sein, 45 000 Euro für einen Architektenwettbewerb und 15 000 Euro für Sonstiges.
  • Konsens besteht, im dass alle vier Schulen der Kernstadt an den Eichberg sollen, wo bereits die Realschule und die Grundschule sind. Die Entscheidungsfindung dauert länger. Am 27. Oktober 2016 hatte das beauftragte Büro ConzeptK im Gemeinderat öffentlich die Studie über das pädagogische Raumkonzept und die daraus resultierenden baulichen Möglichkeiten vorgestellt. Die Schulleiter, die zuvor in eine Arbeitsgruppe mit der Stadt und Conzeptk eingeladen waren, waren mit dem Ergebnis nicht zufrieden. Sie wünschten sich, gezielt Schulen passend zu den Blumberger Schulen zu besuchen und die Erkenntnisse zusammenzufassen, was der Gemeinderat letztlich zugestand. Am 18. Mai 2017 trug der Geschäftsführende Schulleiter Timo Link den Gemeinderat die Wünsche vor.
  • Die Schulleiter schlugen ein Klassenzimmer-Plus-Modell mit 66 plus 25 Quadratmetern vor sowie die räumliche Trennung von Ganztagsschule und Unterricht. Dazu kommt ein Zentrum mit einem auch als Mensa, Aula und Pausenhalle nutzbaren Aufenthaltsbereich samt Küche und Bistro. Ein Knackpunkt für den Gemeinderat war der Platzbedarf, ohne Außenanlagen mehr als 8000 Quadratmeter, weit mehr als die Vorgaben für Landeszuschüsse. Allein bei den 41Klassenzimmern wären es mehr als 30 Prozent als die förderfähige Fläche.
  • Bürgermeister Markus Keller hatte dazu in der Sitzung erklärt, der Schulcampus müsse so entstehen, dass er ausbaufähig sei und die Klassenräume auch für die Betreuung der Ganztagsschule genutzt werden könnten. Dies bekräftigten auch mehrere Stadträte.
  • Der Gemeinderat, der sich seit mehr als zwei Jahren intensiv mit dem Thema befasst, hatte in der Sitzung am 18. Mai dieses Jahres beschlossen, dass das beauftragte Büro Conzeptk die Vorstellungen und Wünsche der Schulleiter, die der Geschäftsführende Schulleiter Timo Link in dieser Sitzung vorgetragen hatte, überprüft und rechnerisch als Alternative aufarbeitet.
  • Der für Blumberg zuständige Mitarbeiter Christian Auberbach von Conzeptk erklärte am Montag auf Nachfrage, die Wünsche der Schulleiter seien so bisher noch nicht eingearbeitet worden. Sie hätten aber eine Stellungnahme zu den Vorstellungen der Rektoren verfasst. Seither habe es eine neue Entwicklung gegeben, in die unter anderem auch die Ganztagsschule noch stärker einbezogen wurde. Daraus hätten zwei Überlegungen resultiert: Einmal, alles durchzurechnen, oder noch einmal mit den Schulleitern zu sprechen. Man habe sich für Letzteres entschie den.
  • Die Situation, so machte Auerbach deutlich, sei schwierig, weil es für die Wünsche der Schulleiter kaum Fördermittel geben werde, die die Stadt benötige. Und das Thema Fördermittel sei heikel, weil die Förderung auf einem Flächenbudget beruhe und das Regierungspräsidium Freiburg dabei einen Ermessensspielraum habe, was es von den bestehenden Flächen anrechne und was nicht. In der ersten Dezemberwoche und in der ersten Januarwoche werde es gemeinsame Gespräche mit der Stadt und den Schulleitern geben, wo man einen Kompromiss suchen wolle. "Bis dahin werden wir die Ergebnisse abgleichen." Auerbach meinte damit den Konzept-Vorschlag von Conzeptk und die Wünsche der Rektoren.
  • Die weiteren Schritte: Im Januar soll der Gemeinderat das Ganze beschließen, im Februar soll der Architektenwettbewerb vorbereitet werden.

 

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