Blumberg Sturm gegen geplanten Windpark auf der Länge bei Riedöschingen

Blumbergs Bürgermeister Markus Keller besuchte auf seiner Wahlkampftour das Längehaus bei Riedöschingen. Er nahm Stellung zu den Sorgen von Anwohnern bezüglich des geplanten Windparks.

"Das ist die am besten besuchte Versammlung meiner Wahltour durch die Blumberger Stadtteile", freute sich Bürgermeister Markus Keller am Montagabend im Längehaus bei Riedöschingen. Die Gaststube war rappelvoll. Neben allgemeinen Blumberger und speziellen Riedöschinger Themen ging es auch um den umstrittenen Windpark auf der Länge, von dem Riedöschingen unmittelbar betroffen ist.

  • Doch zunächst informierte der Bürgermeister und einzige Kandidat für die Bürgermeisterwahl am Sonntag, 15. Oktober, was während seiner Amtszeit erreicht wurde und was er noch vor hat. Blumberg sei durch viele Investitionen noch attraktiver geworden und von prognostizierten 9200 auf mehr als 10 000 Einwohner angewachsen. Investiert wurde auch bei der Feuerwehr in Riedöschingen und 2011 in das schnelle Internet. Das Kupferkabel werde gegen Glasfaser ausgetauscht, sobald alle anderen Ortsteile verkabelt seien. Nach längerer Zeit konnte das Oberflächenwasser im Gossental in die richtigen Kanäle geleitet werden. Jetzt werde die Sanierung der Kompromißbachhalle auf den Weg gebracht. Auch energetisch werde hier geplant.
  • Windkraft: Anders, als bei der Versammlung in Hondingen sprach Keller das Thema Windkraft selbst an. Er zitierte aus einer Darstellung der Rahmenbedingungen im Juni 2014 im Gemeinderat. Blumberg habe sich niemals um eine Windenergieanlage beworben, stellte er fest. Ein Anspruch auf eine Baugenehmigung bestehe per Landesgesetz seit 2012. Die Gemeinde könne den Ort für eine Windkraftanlage nur über den Flächennutzungsplan steuern. Ohne diesen würden fünf mögliche Flächen existieren, mit ihm bleiben nur die der Ettenberg und die Länge übrig. Auch der Ortschaftsrat sei an die Gesetzeslage gebunden, unterstrich der Bürgermeister.
  • Klaus Meilhammer vom Forum "Rettet die Länge" befürchtet, dass dem Investor das Geld ausgehen könnte. Er sei nach wie vor der Meinung, die Gemeinde könne rechtlich gegen den Bau vorgehen. Statt der gesetzlich vorgegebenen 750 Meter Abstand zur Bebauung seien zwei Kilometer richtig. Er befürchte gesundheitliche Beeinträchtigungen von Anwohnern. Deshalb sollten alle Blumberger Bürger Sturm gegen die Windkraft laufen. Bei nachgewiesenen gesundheitlichen Beeinträchtigungen durch einen Windpark könnte die Anlage stillgelegt werden, erwiderte der Bürgermeister. Er sehe keinen Dissens zwischen Stadt, Gemeinderat und der Bürgerinitiative.
  • Es gibt aber auch kleinere Wünsche in Riedöschingen. Die viel befahrene Zufahrt zur Kompromissbachhalle sei in einem schlechten Zustand. Auch die Verbindungsstraße nach Kommingen sei schadhaft. Im Zuge des Breitbandausbaus würden solche Probleme berücksichtigt werden versicherte Keller. Mit einer neuen Maschine will ein örtliches Bauunternehmen Schlaglöcher beseitigen. Die Sanierung der Homberger Steige sei bereits in Planung. Sie werde vermutlich 600 000 Euro kosten.
  • Die Riedöschinger Friedhofsmauer wird noch in diesem Jahr abgerissen und durch eine Tujahecke ersetzt. Auf die Frage eines Riedöschingers nach der finanziellen Zukunft der Stadt sagte der Bürgermeister, er sehe für die kommenden zwei oder drei Jahre keinen wirtschaftlichen Einbruch.

Endspurt

Heute Abend ist Bürgermeisterkandidat Markus Keller um 19 Uhr in Fützen im Gasthaus "Zum Kranz" und am morgigen Donnerstag, 12. Oktober, ende sine Wahltour im Restaurant Tian Fu in Nordhalden/Neuhaus. Die Bürgermeisterwahl in Blumberg ist am Sonntag, 15. Oktober. Amtsinhaber Markus Keller ist der einzige Kandidat. (blu)

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