Blumberg Standort für Feuerwehrhaus in Fützen steht bald fest

Bürgermeisterkandidat Markus Keller steht auf seiner Wahltour in Fützen Rede und Antwort. Der Glasfaseranschluss soll 2019 realisiert werden.

In Fützen werden die Anwohner der Durchgangsstraße wie in den meisten Ortsteilen Blumbergs von Rasern genervt. Das erfuhr Bürgermeister Markus Keller bei seiner Wahltour am Mittwochabend im gut gefüllten Gasthaus "Zum Kranz". Er möchte zunächst rasante Autofahrer durch beleuchtete Tafeln, so genannte Smileys, ausbremsen.

  • Breitbandausbau: Auch Fützen werde komplett an das Glasfaserkabel angeschlossen, erklärte der Bürgermeisterkandidat. Die Strukturplanung würde 2018 starten, der Suchlauf für anschlusswillige Haushalte 2019. Fützen hat seit 2012 schnelles Internet (Glasfaserkabel) bis zum Verteilerkasten (FTTC), von da ab führt Kuperkabel bis zu den Häusern. Fützen zählte zu den ersten fünf Stadtteilen neben Hondingen, Riedböhringen, Riedöschingen und Kommingen, die Glasfaser erhielten.
  • Das Thema Wasserversorgung sei durch den Neubau des Hochbehälters gelöst. Bei der Schule in Fützen wurden die Fenster saniert. Jetzt müsse die Standortfrage für das Feuerwehrgerätehaus endgültig geklärt werden. Er favorisiere die Zehntscheuer, sagte Keller. Die Entscheidung werde demnächst fallen. Sobald die Planung für das Achdorfer Gerätehaus stehe, komme Fützen an die Reihe.
    Bürgermeister Markus Keller spricht mit Bürgern in Fützen auch über Raser in der Ortsdurchfahrt. Bild: Gernot Suttheimer
    Bürgermeister Markus Keller spricht mit Bürgern in Fützen auch über Raser in der Ortsdurchfahrt. Bild: Gernot Suttheimer
  • Ortsvorsteher Georg Schloms lobte die gute Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister. Der Umstieg von der Gemeinschaftsantenne auf die digitale Zukunft müsse im Hinblick auf ältere Mitbürger langsam erfolgen. Der Bürgermeister erklärte, wenn die Zahl der Antennennutzer sinke, würden die Kosten steigen. Der derzeitige Tarif solle aber für die kommenden acht bis zehn Jahre beibehalten bleiben. Durch die Zentralisierung der Kopfstation soll das Signal besser werden.
  • Stauwehr: Der ehemalige Ortsvorsteher Ewald Gut stellte fest, das geöffnete Stauwehr im Ortskern sei negativ für den Tourismus. Aus der einstigen Idylle sei eine Kloake geworden. Um eine mittelfristige Lösung zu finden, brauche man Geduld, erwiderte Bürgermeister Markus Keller.
  • Buchberghalle: Bei der Sanierung der Mehrzweckhallen gehe die Reihenfolge nach Ausfallrisiken. Deshalb könne die Sanierung der Buchberghalle erst nach Riedöschingen und Riedböhringen erfolgen. Weitere Themen waren der gefährliche Radweg an der Wanne, der Feldwegausbau und eine neue Wasserzufuhr für den Narrenbrunnen. Hier werde nach guten Lösungen gesucht, versprach das Stadtoberhaupt.
  • Wege: Ortsvorsteher Schloms denkt an den Rückbau nicht genutzter Wege. Der Kandidat Markus Keller räumte einen bestehenden Personalmangel beim Bauhof ein. Er versprach, für die Bezahlung von Holzmaterial für die Bielwasenhütte zu sorgen.
  • Vereinsheim: Der auslaufende Pachtvertrag für das von den Landfrauen und den Narren genutzte Vereinsheim könne erst verlängert werden, wenn der Gemeinderat den Grundsatzbeschluss über den Standort des Feuerwehrgerätehauses gefällt habe, machte Keller deutlich.
  • Randenaufstieg: Eine Geschwindigkeitsbegrenzung am Randenaufstieg der B 314 bringe nichts, stellte Ewald Gut fest. Er fordert die grundsätzliche Sperrung der kurvenreichen Strecke für Motorradfahrer. Der Landesverkehrsminister Winfried Herrmann habe ihm persönlich gesagt, die Straße werde nicht gesperrt, erwiderte Bürgermeister Keller. Das Land wolle die Durchführung eines Feldversuchs mit Querrillen prüfen. Empfehlenswert seien auch große Tafeln, welche die Dezibelzahl und damit die Lärmstärke der Fahrzeuge anzeigten.

Die Entscheidung

Mit dem Wahlkampfauftritt in Nordhalden/Neuhaus gestern Abend beendete Bürgermeisterkandidat Markus Keller sein Wahlkampftour. Es war sein zwölfter Wahlkampfabend. Er hat die Kernstadt, die Teilorte Zollhaus und Randen, die acht Stadtteile und am Dienstag das SÜDKURIER-Wahlforum in der Stadthalle besucht und stand überall Rede und Antwort. (blu)

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