Blumberg Stadt Blumberg: "Falsche Behauptungen über das Jugendhaus"

Die Stadt Blumberg nimmt Stellung zum Leserbrief von Michael Schüle und wehrt sich gegen falsche Behauptungen über das Jugendhaus

Zum Leserbrief "Stadt macht wenig für Jugendhaus" vom 7. November sandte die Stadt Blumberg gestern eine Stellungnahme.

Die Sanitäranlagen im OG des Jugendzentrums seien damals vom Bauamt in Absprache mit dem damaligen Jugendhausleiter rückgebaut worden, heißt es darin. "Legionellen wurden niemals festgestellt. Der Rückbau der Anlagen und der zentralen Warmwasserversorgung seien damals eine reine Vorsichtsmaßnahme, um einer Legionellenbildung vorzubeugen, da die Duschen zu wenig benutzt wurden." Die Neuinstallation von Duschen sei diskutiert, aber wegen der sporadischen Nutzung verworfen worden. "Dass Waschbecken in den Toiletten lediglich an das Kaltwasser angeschlossen sind, ist gewollt und in sämtlichen anderen öffentlichen Einrichtungen wie auch den Schulen und Rathäusern üblich."

Die Behauptung, dass die Spielplätze hinter dem Haus in einem unhaltbaren und geradezu gefährlichen Zustand seien, "kann nicht bestätigt werden." Eine Mitteilung der Jugendhausleitung über eventuelle Gefahren der Spielplätze sei bis heute nicht erfolgt. Sonst hätte das Bauamt umgehend reagiert.

Für jeden städtischen Haushalt werde abgefragt, welche Mittel für das Jugendzentrum notwendig seien. Eine Mittelanmeldung zur Veränderung des Zustands des Gebäudes, der Spielstätten, der Feuerstelle sei nicht erfolgt.

Jugendarbeit sei wichtig, deshalb habe sich der Gemeinderat entschieden, jährlich rund 58 000 Euro dafür zu investieren. Zudem seien in den letzten zwei Jahren die Sozialarbeiter-Stellen in den Schulen verdreifacht worden.

Der Einsatz von finanziellen Mitteln mache Sinn, wenn Konzepte oder die Arbeit auch dort ankämen, wo sie sollen. Rückläufige Besucherzahlen, zuletzt null bis 20 Kinder pro Öffnungstag, sprächen eine deutliche Sprache, es war angebracht gewesen, das Konzept zu überdenken.

Die Jugendarbeit beziehungsweise alternative Konzepte waren dieses Jahr mehrfach Thema im Gemeinderat. In der vergangenen Sitzung habe der Gemeinderat einstimmig einen Wechsel des Konzepts beschlossen. Die Stadt betont, dass das Jugendhaus nicht geschlossen werde, sondern bei Bedarf vom Streetworker mit Jugendlichen benutzt werden kann. Für eine weitere Entwicklung und Öffnung des Jugendzentrums stehe der Gemeinderat unter der Voraussetzung eines funktionierenden Konzepts offen gegenüber. Daher ist es offensichtlich, dass der anscheinend „schlechte Zustand“ des Gebäudes weder Auslöser noch Grund für den Wechsel des Konzepts war.

Das Gebäude befinde sich in keinem anderen Zustand als unter dem ehemaligen Leiter des Jugendhauses Daniel Stengele. "Mittlerweile wurde sogar die Gastherme ausgetauscht, die Elektrik überprüft, teilweise Türen und Fenster ersetzt, Kühlschränke ausgetauscht sowie die Spülmaschine durch das Bauamt ersetzt", heißt es.

Das aktuelle Konzept des Jugendzentrums funktioniere derzeit aus verschiedenen Gründen nicht. Ein Zusammenhang zwischen den rückläufigen Besucherzahlen und dem Zustand des Gebäudes sei nicht zu erkennen. Die Schulbetreuungskonzepte ergänzen das Angebot des Jugendhauses, eine bewusste Kollision mit den Öffungszeiten des Jugendhauses sei nicht zu erkennen.

 

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