Blumberg Spannendes Wahlforum des SÜDKURIER in Blumberg

Spannend war das Wahlforum des SÜDKURIER in Blumberg in der Stadthalle vor der Bürgermeisterwahl am Sonntag.

Blumberg – Zweieinhalb Stunden lang stellte sich Bürgermeisterkandidat und Amtsinhaber Markus Keller den Fragen von SÜDKURIER-Regionalleiter Norbert Trippl und SÜDKURIER-Redaktionsleiter Bernhard Lutz sowie fünf Gästen. Auf dem Podium in der Blumberger Stadthalle fühlten auch fünf eingeladene Gäste dem Kandidaten auf den Zahn. Dem BLHV-Stadtverbandsvorsitzenden Markus Keller aus Opferdingen ging es unter anderem um die Feldwege, die Geschäftsfrau Nicole Knöpfle von der Bäckerei Knöpfle könnte sich in der Scheffelschule eine Akademie vorstellen.

Bürgermeister Markus Keller ging auf jede Frage ein und wies darauf hin, dass die Mittel für die Feldwege von anfangs 40 000 Euro vorher in seiner Amtszeit auf inzwischen 100 000 bis 150 000 Euro gestiegen sei. Bei der Scheffelschule sei die Frage, ob in der Wirtschaft und in der Geschäftswelt genügend Interesse für eine Akademie vorhanden sei. Außerdem werde es in der Scheffelschule wohl mehrere Nutzungen geben, denkbar sei auch ein Geschichts- und Heimatmuseum.

Als Vertreter der Stadtteile war Fützens Ortsvorsteher Georg Schloms eingeladen. Ihm ging es im Zuge des Breitbandausbaus um eine sozialverträgliche Abwicklung der Gemeinschaftsantennenanlage. Bürgermeisterkandidat Markus Keller antwortete, es gebe ein Konzept, dass das Signal der Antennenanlage die nächsten neun bis zehn Jahre nicht abgeschaltet werde. Ortsvorsteher Schloms griff auch das Thema Museumsbahn auf. Von den jährlich 100 000 Gästen erhalte die Stadt zu wenig, da müsse mehr rausspringen. Schloms sprach in diesem Zusammenhang auch an, dass die Blumberger Firmen ihre Gäste oft auswärts unterbringen müssten.

Bürgermeister Keller wies darauf hin, dass es einen Interessenten für ein Boarding gebe, Georg Schloms machte deutlich, dass ein Firmengast Blumberg mehr Wertschöpfung bringe als die Touristen, wenn ein Blumberger Unternehmen Aufträge über 600 000 Euro oder ein Million Euro erhielte.

Marco Hörenz, Vorsitzender des TuS Blumberg, sprach das Sportzentrum an und den Wunsch nach einem Kunstrasen, auf dem das ganze Jahr über Fußball gespielt werden könnte und bat, für 2018 Mittel einzustellen. Kandidat Markus Keller erwiderte, für nächstes Jahr würden noch keine Mittel in den Haushalt eingestellt, dies passiere erst, wenn ein Zuschuss zu erwarten sei. Außerdem nutzten das Sportzentrum auch die Leichtathleten und die Schulen. Keller versprach aber, dass bei der Planung eines Kunstrasenlatzes die Vereine miteinbezogen würden.

Intensiv war auch der Austausch über Windkraft und den geplanten Windpark auf der Länge. Angelika Sitte von der Bürgerinitiative zum Schutz des Hochschwarzwalds schilderte, wie sie zu der Bürgerinitiative kam, die unter anderem die Länge erhalten will. Bürgermeisterkandidat Markus Keller erklärte, ihm seien weitgehend die Hände gebunden, er habe die Vorgaben von oben zu erfüllen. Wenn der Gemeinderat den Teilflächennutzungsplan nicht entsprechend geändert hätte, hätte die Stadt jeden Antrag auf eine Windkraftanlage genehmigen müssen, wenn die rechtlichen Voraussetzungen vorgelegen hätten.

Ihre Meinung ist uns wichtig
Außergewöhnliche Geschenkideen für Ihre Liebsten
Neu aus diesem Ressort
Blumberg
Blumberg
Blumberg
Blumberg
Blumberg
Nordhalden
Die besten Themen
Kommentare (0)
    Jetzt kommentieren