Blumberg Sauschwänzlebahn: Harry Potter am Bahngleis

Besonderes Event der Sauschwänzlebahn. Stilvolle Fahrt von Blumberg nach Weizen. Sissis Erben bereichern Event in historischen Kostümen.

Ganz in der Nähe von Blumberg lag am Wochenende die Zauberschule Hogwarts mit ihren vier Häusern, in denen Zauberschüler Harry Potter und seine Freunde nicht nur die Kunst der Zauberei und Magie lernen.

Angelehnt an die Buchreihe von Joanne K. Rowling um die Romanfigur des begabten Zaubereleven mit der Rundglasbrille dampfte der „Sauschwänzle –Express“ vom Bahnhof in Zollhaus gleich vier Mal los. Um aber den Zug und einen Platz in den Abteilen zu ergattern, musste man das Gleis, wie im ersten Band der spannenden Serie, erst einmal finden. So hieß es dann ganz oft am Fahrkartenschalter „Wo geht es hier zu Gleis 9 ¾?“. Ein rabenschwarzer sprechender Zauberhut gab den neugierigen Kindern die Antwort und dann ging es durch die Mauer (Vorhang) auf den Bahnsteig, wo der Express schon wartete.

Längst nicht alle der vielen Fahrgäste waren auf die teils doch sehr unüblichen Gestalten auf dem Bahnsteig vorbereitet, denn die Truppe „Sissis Erben“ verbreitete in schönsten Kostümen zum Fantasy-Thema ein ganz besonderes Flair unter all den so üblichen „Muggelleuten“. Da wandelte doch tatschlich ein sprechendes Gemälde über den Bahnsteig um sich ein, in den Büchern ganz wichtiges Passwort, entlocken zu lassen. „Missis Longbottom“ gab sich die Ehre und perfekt geschürt erschien die Lehrerin für Zaubertränke und Co. Natürlich war auch, perfekt gestylt, die Reporterin vom“Tagesprophet“der unabhängigen auflagenstärksten Zeitung von Hogwarts vor Ort und zeichnete kleine und große Begebenheiten, Wichtiges und Unwichtiges mit ihrer tollen Schreibfeder auf.

Endlich als nach der ersten Überraschung alle Fahrgäste ihre Plätze gefunden hatten, schnaufte der Zug los, um schon nach kurzer Fahrt im ersten Tunnel zu verschwinden. Damit hatten einige der Zugfahrer, offenbar Neulinge auf Dampfzugstrecken, nicht gerechnet und so flogen mit Quitschen und Zerren die offenen Fenster ganz schnell zu. Und durch die nur spärlich erleuchteten Waggons schwebte förmlich eine Dame in wehendem Schwarz mit schönstem Silbergesicht. Nach diesem ersten Tunnelerlebnis ging die Fahrt weiter durch die spätsommerliche Natur, vorbei an Bahnwärterhäuschen und nostalgischen Bahnhöfen, um kleine Ortschaften herum und über Brücken und die unverkennbaren hohen Viadukte, die für die Museumsbahn typisch sind.

„So etwas haben wir sehen wollen und jetzt ist das ja auch noch ein anerkanntes Industriedenkmal, wirklich schön.“ Fahrgäste aus dem Sauerland und Stuttgart genossen die Aussicht und für eine Reisegruppe aus dem schweizerischen Toggenburg war das Rumpeln über die Schwellen, der Geruch von Ruß und Qualm zusammen mit dem Pfeifen und Läuten der Lokomotive an Bahnübergängen und Tunneleinfahrten genau das, was eine Fahrt mit so einem nostalgischen Zug perfekt macht. Perfekt ebenfalls fanden all die vielen Harry Potter –Fans das so andere Ambiente in der Bahn. Lief da doch ein ganz gefährlicher „Dementor“ durch die Wagen und machte auch nicht vor der Polsterklasse halt. Er wurde zum Glück schnell unschädlich gemacht, denn es waren viele Zauberschüler und auch ein perfekt agierender jugendlicher Zauberer mit im Zug.

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Sauschwänzlebahn: Erbaut wurde die Sauschwänzlebahn als strategische Bahn von 1887 bis 1890, stillgelegt 1976. Als Museumsbahn 1977 wiederbelebt. Die Streckenlänge von Zollhaus nach Weizen beträgt 25 Kilometer. Alle Infos und Bilder rund um die Museumsbahn Wutachtal finden Sie im SÜDKURIER-Themenpaket.
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