Blumberg Gitarren-Duo Saitenspuren begeistert in Komminger Kirche

Gitarrenduo Saitenspuren in Kommingen. Beeindruckendes Konzert in alt-katholischer Kirche.

Düsteres Licht und Regen, aber auch heitere Momente zauberte das Gitarrenduo Saitenspuren am Samstag in die alt-katholische Johanneskirche in Kommingen. Trotz des Vorabends von Pfingsten kamen interessierte Zuhörer, um den noch nie gehörten Klängen zu lauschen.

Die Virtuosen Edith Lehner und Norbert Neunzling kommen aus dem Unterallgäu und gastierten in Kommingen auf Initiative von Pfarrer Stefan Hesse. Der Kontakt kam über ein Konzert in Stühlingen zu Stande. Die drei kleinen Duos von Ferdinando Carulli (1770-1841) aus der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts zogen sich wie ein roter Faden durch das Programm.

Gleich zu Beginn merkte der Zuhörer, dass hier zwei Künstler musizierten, die sich verstehen. Die Gitarren wurden gleichwertig eingesetzt und spielten sich die Melodien gegenseitig zu. Die Carulli-Duos wurden auf Gitarrenmodellen, wie sie im 19. Jahrhundert verwendet wurden, gespielt, die modernen Stücke auf Instrumenten von Richard Weißgerber. Musikalisch ging es rund um die Welt, wie Karl Heer bei der Begrüßung versprochen hatte. Die Duos op. 146 bestehen alle aus einem langsamen Satz und einem schnelleren Rondo. Das Duo Saitenspuren setzte hier innige Akzente und erfreute das Publikum mit den schönsten Melodien. Von Sérgio Assad, geboren 1952, interpretierten die beiden Gitarristen Sätze aus der Suite Summer Garden, die für einen japanischen Film geschrieben wurde. Nach der „Beschreibung der Freunde“ ging es „Über eine Brücke“ und es galt Abschied zu nehmen. Zum Schluss perlte der Regen aus den virtuos gezupften Gitarrensaiten.

„Commes des grands“, „Wie die Großen“, nannte der 1955 geborene französische Komponist Roland Dyens sein anspruchvolles dreisätziges Werk. Den ersten Satz „Gloomy Light“ (düsteres Licht) nahm das Gitarrenduo nicht nur als Motto des Abends in Kommingen, sondern auch für seine erste CD. „Il funghetto“ (der kleine Pilz) überraschte mit einem lebhaften Mittelteil. Lustig sprang abschließend der „Clown blanc“ (der weiße Clown) über die Saiten. Den Abschluss des hochkarätigen Abends bildete „Comme rivère“ (wie ein Fluss) von dem franko-kanadischen Komponisten Claude Gagnon, der 1950 geboren wurde. Die Musik floss dann ruhig dahin, wurde aber durch einige Stromschnellen belebt. Die Zuhörer spendeten für die überwiegend tonalen und melodienreichen Werke herzlichen Beifall.

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