Fützen Fützener Orgel ist jetzt wieder gut bei Stimme

Aus der Fützener Dorfkirche St. Vitus klingt es in diesen Tagen mal leise wimmernde, mal stark dröhnend. Ursache ist die Einstimmung des im Jahre 1979 eingebauten Orgelwerkes mit 1 360 Pfeifen.

Gemäß dem mit der Orgelbaufirma Mönch in Überlingen/Bodensee geschlossenen Wartungsvertrags wird die Orgel jährlich gestimmt, alle fünf Jahre erfolgt eine Generalüberholung. Diese Arbeit bereitete dem Orgelbaumeister Gerhard Biller eine besondere Genugtuung, da er 1979 als junger Stift beim Bau und beim Einbau der Fützener Königin der Instrumente mitwirken durfte. Zum Drücken der Tasten erhielt er vom Pfarrer eine Assistentin zugewiesen, die den ganzen Tag auf Kommando die aufgerufene Taste antippen musste. Hierzu hatte sich Klara Schmid zur Verfügung gestellt. Klara Schmid pflegt seit Monaten sehr akribisch und sichtbar erfolgreich die Außenanlagen der Antoniuskapelle, einem weiteren, frisch restaurierten Kleinod der Kirchengemeinde.

Die neue Orgel wurde am Erntedankfest 1979 vom damaligen Dekan Hanno Selzer und dem Ortspfarrer Alois Drabek eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben. Erwähnenswert, dass während der Bauzeit dank der sehr großherzigen Spendenfreudigkeit der Fützener Bürger (es gab Einzelspenden von bis zu 5000 Mark) und einem unerwarteten verlorenen Zuschuss vom Ordinariat der Erzdiözese Freiburg in Absprache mit der Orgelbaufirma Mönch eine Bereicherung der Orgel um vier weitere Register erfolgen konnte. Die Bau-und Einbaukosten beliefen sich schließlich auf 195 000 Mark – was heute von den knapp 500 Katholiken wohl nicht mehr geschultert werden könnte.

Die alte, schrottreife Orgel konnte 1964 von der St.-Vitus-Kirchengemeinde unter Pfarrer Josef Stumpf als Übergangslösung zum Kaufpreis von 500 Mark von der Blumberger Kirchengemeinde St. Andreas erworben werden, nachdem dort die heutige Orgel angeschafft wurde. Es soll auch nicht unerwähnt bleiben, dass die im Wechsel anwesenden Organistinnen immer wieder gerne nach Fützen kommen, da ihnen ihr Einsatz in der Barockkirche mit seiner bekannt guten Akustik immer viel Freude bei der musikalischen Gestaltung bei Gottesdiensten und kirchlichen Feiern bereitet.

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